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Junior-Professorin Muna Tatari hat das neue Fach „Islamische Religionslehre“ mit dem Institut für Islamische Theologie konzipiert. - © Muna Tatari
Junior-Professorin Muna Tatari hat das neue Fach „Islamische Religionslehre“ mit dem Institut für Islamische Theologie konzipiert. | © Muna Tatari

Paderborn „Islamische Religionslehre“: neues Fach an der Universität Paderborn

Islamische Religion unterrichten - das können Lehramtsstudierende bald an der Pader lernen. Konzipiert wurde das neue Angebot vom Institut für Islamische Theologie.

31.05.2022 | Stand 31.05.2022, 09:32 Uhr

Paderborn. Ab dem kommenden Wintersemester können sich Studieninteressierte und Lehramtsstudierende an der Universität Paderborn für ein neues Unterrichtsfach einschreiben: Das Paderborner Institut für Islamische Theologie (PIIT) bietet künftig das Fach „Islamische Religionslehre“ an. Es kann den Angaben der Universität zufolge im Rahmen des Bachelorstudiengangs für die Lehrämter Grundschule, Haupt-, Real- und Gesamtschule, Gymnasium/Gesamtschule sowie Berufskolleg studiert werden.

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester, Zulassungsbeschränkungen gibt es keine. Die Bewerbungsphase startet am Mittwoch, 1. Juni. Eine Infoveranstaltung zu dem neuen Angebot findet am Dienstag, 14. Juni, ab 16 Uhr in Hörsaal O2 statt.

„Das PIIT bietet ein breit gefächertes Studium der islamischen Religionslehre an, das Studierende bestmöglich auf ihre künftige Rolle als Religionslehrkräfte in der Schule vorbereitet“, sagt Junior-Professorin Muna Tatari, die das neue Unterrichtsfach gemeinsam mit ihren Kolleg*innen vom PIIT konzipiert hat.

Mit dem neuen Angebot erwerben Studierende die wissenschaftlichen Grundlagen für eine Bildungs- und Vermittlungstätigkeit in den verschiedenen Schulformen und die dafür erforderliche fachdidaktische Basis. Zu den Inhalten gehören unter anderem eine Einführung in Sprache, Inhalt und Auslegungsmethoden des Korans, islamische Philosophie und Religionspädagogik sowie die islamische Theologie im Dialog mit nichtmuslimischen Theologien.

Vernetzt mit christlichen und jüdischen Theologien

Ein besonderer Profilschwerpunkt des Paderborner Standorts sei „die starke Vernetzung und Kooperation“ mit den christlichen und jüdischen Theologien sowie mit den Kulturwissenschaften. Das Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) ermögliche ideale Voraussetzungen für das interdisziplinäre Gespräch. Studierende können neben den verpflichtenden Studienleistungen zusätzlich Seminare anderer Theologien besuchen und ein interreligiöses Zertifikat erwerben.

„Der Studiengang lässt eine wissenschaftliche Reflexion der islamischen Glaubenslehre zu und zeigt auf diese Weise die Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft aus muslimischer Sicht auf“, so Muna Tatari.

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