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Das Paderborner Erzbistum hat wieder einen Bilanzgewinn verbucht. - © Pixabay (Symbolbild)
Das Paderborner Erzbistum hat wieder einen Bilanzgewinn verbucht. | © Pixabay (Symbolbild)

Paderborn Erzbistum Paderborn: Weniger Mitglieder, dafür aber mehr Geld

Die Diözese hat ihren Finanzbericht für das Jahr 2018 vorgestellt

Birger Berbüsse
30.10.2019 | Stand 30.10.2019, 13:35 Uhr

Paderborn. Im vergangenen Jahr hat das Erzbistum Paderborn trotz weiter sinkender Mitgliedszahlen einen neuen Kirchensteuer-Rekord verbucht: Insgesamt nahm das Erzbistum 432 Millionen Euro ein. Im Jahr 2017 waren es noch 410 Millionen Euro gewesen. Der Bilanzgewinn blieb mit 15 Millionen Euro stabil, während die Bilanzsumme nach Angaben des Erzbistums von knapp 4,4 auf fast 4,5 Milliarden Euro anstieg. Der Betrag setzt sich demnach überwiegend aus Finanzanlagen (4,06 Milliarden Euro) sowie Immobilienwerten (285 Millionen Euro) zusammen. Das Eigenkapital beträgt 3,7 Milliarden Euro, wovon 2,9 Milliarden Euro zweckgebunden sind. Aufwendungen steigen schneller als die Erträge Zwar wuchsen die Erträge dem am Mittwoch in Paderborn vorgestellten Finanzbericht 2018 zufolge von 526 auf 543 Millionen Euro. Weil aber gleichzeitig auch die Aufwendungen von 486 auf 515 Millionen Euro stiegen, blieb der Bilanzgewinn gleich. Der Gewinn soll erneut zu 100 Prozent an die Kirchengemeinden ausgeschüttet werden, teilte Finanzdirektor Dirk Wummel mit. In den kommenden Jahren will das Erzbistum nach Worten von Generalvikar Alfons Hardt verstärkt die Qualität seiner etwa 500 Kitas weiter ausbauen. Investiert werde in Personal, Räume und pädagogische Konzepte. Die Anzahl der Katholiken im Erzbistum Paderborn ist im Jahr 2018 von 1,52 Millionen auf 1,49 Millionen Mitglieder gesunken. Die Diözese rechnet damit, dass sich die Zahl innerhalb der nächsten 40 Jahre halbieren wird.

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