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Trotz sinkender Mitgliederzahlen verbuchte die katholische Kirche in Paderborn 2017 einen Bilanzgewinn von 15 Millionen Euro. - © Birger Berbüsse
Trotz sinkender Mitgliederzahlen verbuchte die katholische Kirche in Paderborn 2017 einen Bilanzgewinn von 15 Millionen Euro. | © Birger Berbüsse

Paderborn Erzbistum Paderborn legt sein Vermögen offen

Zuletzt verzeichnete die Diözese einen Kirchensteuer-Rekord

Birger Berbüsse
28.10.2019 | Stand 23.10.2019, 18:45 Uhr

Paderborn. Hinter dem Erzbistum München und Freising und noch vor Köln zählt Paderborn zu den wohlhabendsten Bistümern in Deutschland. Doch wie haben sich die Finanzen der Diözese im vergangenen Jahr entwickelt? Diese Frage beantwortet das Paderborn Generalvikariat am Mittwoch, 30. Oktober, wenn es seinen Jahresabschluss 2018 vorstellt. Der Finanzbericht informiert jährlich über die Vermögenslage der nach Mitgliedern sechstgrößten deutsche Diözese. Trotz sinkender Mitgliederzahlen verbuchte die katholische Kirche in Paderborn auch 2017 einen Bilanzgewinn von 15 Millionen Euro. Das lag vor allem an der damals guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland, wodurch die Einnahmen aus der Kirchensteuer auf 410 Millionen Euro anstiegen - ein Rekord für das Erzbistum. Die Bilanzsumme stieg ebenfalls an: um 2,6 Prozent auf knapp 4,4 Milliarden Euro. Das passiert mit dem Überschuss der Kirche Der erzielte Überschuss von 15 Millionen Euro wurde den Angaben zufolge komplett ausgeschüttet: an Kirchengemeinden, karitative Zwecke sowie die seelsorgliche Begleitung in der Alten- und Krankenhilfe sowie den Flüchtlingsfonds. Das Erzbistum rechnet allerdings in den kommenden Jahren mit einem erheblichen Mitgliederschwund, der auch Auswirkungen auf die Kirchensteuer haben dürfte. Sorge bereiten außerdem die umfangreichen und stetig steigenden Pensionsrückstellungen. Im November sollen dann auch wieder die Vermögenswerte des Metropolitankapitels vorgelegt werden, das für den Paderborner Dom zuständig ist. Diese Zahlen - und damit auch der Wert und die Kosten der Bischofskirche - waren im Vorjahr zum ersten Mal präsentiert worden. Die Finanzen für den Bischöflichen Stuhl sollen im Sommer 2020 offengelegt werden. Der Bischöfliche Stuhl ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. In seiner Bilanz wird unabhängig vom Bistum das Vermögen dargestellt, das für die Aufgaben des Bischofs genutzt wird.

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