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Die Dateien wurden offenbar falsch bearbeitet. - © Pixabay
Die Dateien wurden offenbar falsch bearbeitet. | © Pixabay

Kreis Paderborn Datenpanne in der Paderborner Kreisverwaltung

Vertrauliche Dateien werden für mehr Mitarbeiter sichtbar als eigentlich gewollt

Jens Reddeker
26.09.2019 | Stand 26.09.2019, 17:38 Uhr

Kreis Paderborn. In der Paderborner Kreisverwaltung ist es Anfang September zu einer Datenpanne gekommen. Wie Kreis-Sprecherin Michaela Pitz auf Anfrage von nw.de bestätigt, seien Computerdateien innerhalb der Verwaltung für dazu nicht berechtigte Mitarbeiter zugänglich gewesen. Es habe sich um „interne Ordner mit schutzbedürftigen Daten von Beschäftigten der Paderborner Kreisverwaltung" gehandelt, sagt Pitz. Die Daten seien „durch einen Fehler bei der internen Rechtevergabe" für einen nicht autorisierten Personenkreis eines Amtes der Kreisverwaltung einsehbar gewesen. Die Ordner wurden laut Pitz nach dem Vorfall „sofort gesperrt". Sie sollen nach NW-Informationen etwa zwei Stunden verfügbar gewesen sein. Zu den Dateien hätten Atteste, Krankmeldungen und Ziel-Vereinbarungen aus Mitarbeitergesprächen gehört. Daten von Bürgern seinen nicht betroffen gewesen. Datenschutzbeauftragter eingeschaltet Bestätigt wird der Vorfall auch vom Büro der Landesdatenschutzbeauftragten NRW. Wie ein Sprecher mitteilt, sei die Panne am 3. September im Kreishaus bemerkt und pflichtgemäß innerhalb von 72 Stunden nach Düsseldorf gemeldet worden. Auch die Datenschutzbeauftragte der Kreisverwaltung wurde eingeschaltet. Laut eines Sprechers der Düsseldorfer Behörde hätten die Paderborner versichert, dass der Fehler beseitigt wurde. Damit werde der Vorfall nicht weiter verfolgt. Der Verursacher, der die Daten im internen Ordner abgelegt hatte und laut Kreis-Sprecherin Pitz lediglich den Zugriff für einen kleinen Personenkreis seines Amtes autorisieren wollte, habe gegen sich selbst ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

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