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Über 40 großformatige Fotografien auf den Wiesen entlang der Pader zeigten Impressionen und Momente des Festivals in Schwarz-Weiß. - © Björn Leisten
Über 40 großformatige Fotografien auf den Wiesen entlang der Pader zeigten Impressionen und Momente des Festivals in Schwarz-Weiß. | © Björn Leisten

Paderborn Woodstock-Feeling im Paderquellgebiet

Das Motto des wohl berühmtesten Open-Air-Musikfestival funktioniert auch in Paderborn

Björn Leisten
22.09.2019 | Stand 23.09.2019, 09:27 Uhr

Paderborn. Es ist ein Mythos, der seinesgleichen sucht. Das legendäre Woodstock-Festival im August 1969 lockte damals geschätzt 400.000 Besucher in das Örtchen White Lake im US-Bundesstaat New York. An das große Open-Air-Musikfestival erinnerte jetzt im Paderquellgebiet eine eindrucksvolle, ebenfalls gut besuchte Fotoaustellung, begleitet von einem vielfältigen Programm inklusive Livemusik. Verantwortlich dafür zeichnete die Gaststätte "Meinkrüger", insbesondere Ulrike Krutschinski, in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Paderborn und Lightpower Collection. Über 40 großformatige Fotografien auf den Wiesen entlang der Pader zeigten Impressionen und Momente des Festivals in Schwarz-Weiß, wie sie der offizielle Woodstock-Fotograf Henry Diltz sowie der Baron Wolman, Fotograf der Zeitschrift Rolling Stone, wahrgenommen hatten. Weitere Eindrücke vermittelte am Freitagabend nach der Eröffnung durch die Paderborner Band „Roadcrew" der Oscar-prämierte Dokumentarfilm „Woodstock – 3 days of Peace & Music". Tatsächlich ging der „Spirit" auch ins Paderquellgebiet über. Deko wie die großen, an den Bäumen hängenden Traumfänger oder Sonnenblumen, die die Brücken schmückten, halfen dabei, sich in die Zeit der Hippiebewegung in den 1960er und 1970er Jahren hineinzuversetzen. Auch die Bands kamen gut an. „Das ist genau unsere Musik", erzählten Annette und Otto Tilmann. Vom Woodstock-Festival haben die beiden in ihrer Jugend mit 16 und 18 Jahren nicht viel mitbekommen. „Aber die Hippiebewegung war zu der Zeit auf jeden Fall auch in Deutschland sehr präsent", erinnerte sich der 68-Jährige. Hippie-Auto vor dem Stadtmuseum Neben „Roadcrew" standen Bands wie „Backyard Band" aus Köln, „The Whiskey Foundation" aus München und „Ed Bennett Experience" aus London auf der Bühne. Für einen krönenden Abschluss sorgten am Sonntag die Paderborner Musiker Carsten Mentzel und „Modest Broncos", die zahlreiche Songs aus der „Flower Power"-Zeit darboten. Ein Highlight neben den beachtlichen Fotografien: Vor dem Stadtmuseum hatte das Kulturamt ein schwarzes Auto sowie Acrylfarbe abgestellt. Unter der Anleitung von Claudia Cremer-Robelski verwandelten sowohl junge als auch ältere Besucher den Wagen schnell in ein typisches, buntes Hippie-Auto. „Besonders beliebt sind dabei natürlich farbenfrohe Blumenmotive", erzählte die Paderborner Künstlerin. Besucherr Fritz Böttcher lobte die gute Stimmung. „Solche unkommerziellen Aktionen mit viel Kultur und Musik sollte es viel öfter geben", sagte er.

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