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Laufen schon: Die Cityscreens der Firma Ströer in der Paderborner Innenstadt. - © Moritz Jülich
Laufen schon: Die Cityscreens der Firma Ströer in der Paderborner Innenstadt. | © Moritz Jülich

Paderborn Digitale Werbetafeln in Paderborn: Firma wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Cityscreens sollen sich vor allem an Paderborner Händler richten

Birger Berbüsse
11.09.2019 | Stand 12.09.2019, 14:38 Uhr

Paderborn. Sie sind gerade erst in Betrieb gegangen, doch es gibt schon Ärger um die Digitalen Werbetafeln in der Paderborner Fußgängerzone. Schaden die vier Cityscreens in der Westernstraße dem städtischen Einzelhandel? Diesen Vorwurf erheben jedenfalls die Paderborner Grünen. Auf deren Kritik reagiert nun die Firma Ströer, die die Werbetafeln aufgestellt hat. Gerade die inhabergeführten Geschäfte könnten vermutlich nicht mit den aufwendigen Werbefilmen großer Ketten mithalten, befürchten die Grünen. Als Beispiel führten sie das Szenario ins Feld, dass etwa Zalando Werbung vor einem Paderborner Schuhgeschäft machen könnte. "Unsere Cityscreens richten sich vor allem an lokale und regionale Werbungtreibende", betont Andrea Breyther aus der Ströer-Kommunikationsabteilung in einem Schreiben an nw.de. Nationale Werbekunden wie Zalando seien erfahrungsgemäß eher zweitrangig vertreten. Was alles mit den Cityscreens möglich sein soll Durch Werbemotive oder Veranstaltungshinweise auf den Screens sei es vielmehr möglich, Passanten direkt auf die Angebote der lokal ansässigen Einzelhändler aufmerksam zu machen. Auch Ankündigungen wie bevorstehende Kultur- oder Sportveranstaltungen, verkaufsoffene Sonntage oder Flohmärkte seien möglich und könnten auch den Menschen vor Ort Tipps für die Interessens- und Freizeitgestaltung geben. Auch Paderborns Pressesprecher Jens Reinhardt hatte bereits versichert: "Die Bildschirme werden nicht mit Werbung überschwemmt." Die Stadt will vor alllem auf eigene Veranstaltungen wie etwa Angebote der Volkshochschule und Neuigkeiten hinweisen. Offiziell vorgestellt werden sollen die Cityscreens am Montag, 16. September. Seit einigen Tagen läuft allerdings schon Programm. Sie stehen unter anderem beim Schuhhaus Wüseke und am Westerntor.

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