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Umstellung: An der Universität Paderborn gibt es ab dem Wintersemester einen neuen Studierendenausweis. - © Björn Leisten
Umstellung: An der Universität Paderborn gibt es ab dem Wintersemester einen neuen Studierendenausweis. | © Björn Leisten

Paderborn Weg mit dem Plastik: Neuer Studiausweis an der Uni Paderborn

Start zum Wintersemester: Rund 20.000 Studierende erhalten das neue Papier. Warum sich die Umstellung nicht nur ökologisch lohnen soll

Viktoria Bartsch
15.08.2019 | Stand 14.08.2019, 20:43 Uhr

Paderborn. Weg mit dem Plastik – das scheint auch die Devise an der Paderborner Universität. Ab dem kommenden Wintersemester ist die bekannte Plastikkarte als Studierendenausweis, die 2006 an der Uni eingeführt wurde, passé. Künftig will man wieder auf Papier setzen. „Die Universität Paderborn legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und ergreift aktiv Maßnahmen für den Klimaschutz. Dazu zählt beispielsweise auch ein ressourcenschonender Umgang mit Arbeitsmaterialien", heißt es aus der Pressestelle der Uni. Die Entscheidung zur Umstellung sei mit Zustimmung der Studierendenschaft (AStA und Studierendenparlament) erfolgt. Um Missbrauch vorzubeugen sei der Studierendenausweis in Papierform nur in Verbindung mit dem Personalausweis gültig. Von der neuen Regelung sind alle der rund 20.000 Studierenden betroffen. 16.000 Euro werden gespart Nicht nur aus ökologischen, sondern auch finanziell lohne sich die Umstellung: „Es werden je Studierendenausweis circa 40 Cent, dass heißt bei circa 20.000 Studierenden und für zwei Semester jährlich etwa 16.000 Euro an Kosten gespart." Im Vorfeld habe es auch Überlegungen gegeben, einen Ausweis mit integriertem Chip für mehrere Funktionen nutzen zu können. Für eine derartige Umstellung seien sowohl die technischen als auch die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen jedoch noch nicht gegeben. Beim Studierendenausweis in Papierform wird ebenfalls auf ein Foto verzichtet. Die Rechtslage verpflichtet die Universität Paderborn bei der Verwendung von Porträtfotos jede einzelne Identität zu überprüfen. Dies sei bei mehr als 20.000 Studierenden nur mit unverhältnismäßig großem Verwaltungsaufwand möglich. Aus diesem Grund sei entschieden worden, auf die Identifikation mit Hilfe des Personalausweises zurückzugreifen.

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