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Glasfaserausbau: Mit solchen Schildern warb die Deutsche Glasfaser auch in Neuenbeken, Benhausen um Dahl, um eine Anschlussquote von mindestens 40 Prozent der Haushalte zu erreichen. - © Sabine Kauke
Glasfaserausbau: Mit solchen Schildern warb die Deutsche Glasfaser auch in Neuenbeken, Benhausen um Dahl, um eine Anschlussquote von mindestens 40 Prozent der Haushalte zu erreichen. | © Sabine Kauke

Paderborn Stockender Glasfaserausbau in Paderborner Ortsteilen wird Chefsache

Stadt und Deutsche Glasfaser sind uneins über die Wiederherstellung der Asphaltflächen. Auch die Verlegetiefe der Kabel spielt eine Rolle

Hans-Hermann Igges
17.07.2019 | Stand 17.07.2019, 14:16 Uhr

Paderborn. Der Glasfaser-Ausbau in den Paderborner Ortsteilen Neuenbeken, Benhausen und Dahl ist ins Stocken geraten. Grund sind nach Angaben der Stadt Auffassungsunterschiede über die Qualität des Ausbaus. Das geht aus einer Antwort der Stadt auf eine Anfrage der Grünen im Rat hervor. Demnach hat die Deutsche Glasfaser zwar in Neuenbeken und Benhausen mit dem Ausbau mit Glasfaser begonnen, die Arbeiten liegen jedoch auf Eis. In Dahl ist mit dem Ausbau dagegen noch gar nicht begonnen worden. Gegenüber der Stadt habe die Deutsche Glasfaser jetzt 25 Prozent höhere Kosten geltend gemacht, da die Stadt auf einer Wiederherstellung der Asphaltflächen nach einer bestimmten DIN-Norm bestehe. Außerdem will das Unternehmen die Kabel nur dann in 80 Zentimeter Tiefe verlegen, wenn Fahrbahnen gequert werden. Die Stadt verlange jedoch generell eine Tiefe von 80 Zentimetern unter Fahrbahnen, damit späteres Absacken vermieden wird; nur in Nebenflächen gestattet sie 60 Zentimeter Tiefe. Ausnahmen gebe es nur in Einzelfällen, wenn in absehbarer Zeit ohnehin eine Erneuerung der Straße anstehe. Um die Meinungsverschiedenheiten auszuräumen, werde Bürgermeister Michael Dreier das Gespräch mit der Geschäftsführung der Deutschen Glasfaser suchen. Insgesamt investiert die Deutsche Glasfaser nach Angaben der Stadt 4,5 Millionen Euro in 46 Kilometer Leitungen. Von insgesamt 2.600 Haushalten in den drei Paderborner "Bergdörfern" habeb nach Angaben der Stadt 1.078 Verträge über einen Glasfaseranschluss abgeschlossen. In Benhausen sollen zwölf Kilometer und in Dahl und Neuenbeken jeweils 17 Kilometer Kabel verlegt werden. Insgesamt 11,6 Kilometer davon betreffen Verkehrsflächen und sollen laut Stadt 80 Zentimeter tief verlegt werden; bei insgesamt 34,4 Kilometern handelt es sich um Nebenanlagen, wo 40 Zentimeter Tiefe reichen.

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