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So soll's aussehen: Bis August 2020 ist die Fertigstellung des Neubaus geplant. - © Sabine Kauke
So soll's aussehen: Bis August 2020 ist die Fertigstellung des Neubaus geplant. | © Sabine Kauke

Paderborn Eine Kita für das Karls Quartier in Paderborn

Wo ursprünglich ein Lebensmittelgeschäft geplant war, werden ab dem nächsten Sommer Kinder betreut.

Sabine Kauke
16.07.2019 | Stand 16.07.2019, 17:14 Uhr

Paderborn. An der Kreuzung Karl- und Kilianstraße tut sich seit längerem etwas. Direkt neben der Karlschule entsteht ein großer Neubau, der nicht nur für modernen Wohnraum in dieser zentralen Innenstadtlage sorgen wird: Im Erdgeschoss des „Karls Quartiers" wird die „Kindertagesstätte Karlstraße" Heimat finden. In den drei Etagen darüber werden 20 Mietwohnungen, die 32 bis 115 Quadratmeter groß sind, gebaut sowie ein großes Penthouse im Staffelgeschoss. Fünf-Millionen-Invest Bauherr des viergeschossigen Komplexes ist die Paderborner Vermietungs- und Verwaltungsgesellschaft AMIVV, die ihren Sitz in der Kilianstraße hat, mit den beiden geschäftsführenden Brüdern Mark und Olav Engels. Rund fünf Millionen Euro investieren sie auf ihrem eigenen Grundstück in den Bau des „Karls Quartier". „Ursprünglich war das Projekt als Wohn- und Geschäftshaus konzipiert", berichtet Mark Engels. Und eigentlich war angedacht, dass ein Lebensmittelgeschäft ins Erdgeschoss einzieht. Doch diese Vermietung gestaltete sich schwieriger als erwartet, weil Interessenten die Grundfläche mit knapp 600 Quadratmetern offenbar zu klein war. Da kam der Anruf der Stadt Paderborn Ende 2017 genau passend. Der Plan wurde umgestrickt. Drei Kita-Gruppen „Das war ein schöner Zufall", findet auch der städtische Beigeordnete Wolfgang Walter. In der Südstadt, wo durch den Generationenwechsel inzwischen wieder viele junge Menschen leben, gebe es einen immensen Bedarf an Kita-Plätzen und die Nachfrage steige weiterhin. „Wir haben dort keine städtischen Grundstücke und hatten keine Chance zum Bauen", sagt Walter. Für die Stadt ist es nach der Kindertagesstätte Lüthenweg in Wewer, wo Räume für die Betreuung dazu gemietet wurden, die zweite Kita, die nicht im Eigentum der Kommune ist. Für 25 Jahre mit Option auf eine Verlängerung hat die Stadt die Räumlichkeiten, die Platz für drei Kita-Gruppen mit Kindern im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren bieten, von der AMIVV gemietet. „Falls die Räume dann eher für Schulzwecke benötigt werden sollten, gibt die Konzeption auch das her", betont Ulrich Wibbeke vom städtischen Gebäudemanagement (GMP). Immenser Betreuungsbedarf Die Gruppenräume sind zur Rückseite ausgerichtet, wo über der Tiefgarage Platz zum Spielen im Freien geplant ist, wie der Paderborner Architekt Carsten Philipp (PKG Architekten) berichtet. Außer Spielgeräten ist dort auch eine Matsch-Ecke vorgesehen, erzählt Mark Engels. Und zur Mensa der Karlschule, wo die Kleinen ihr Mittagessen bekommen, soll eine Brücke gebaut werden. In dieser neuen Mensa essen auch die Kinder der benachbarten städtischen Kita Drei Hasen (Geroldstraße), an die die neue Kita angedockt werden soll. „Im nächsten Frühjahr soll der Innenausbau starten, so dass die Kita am 1. August 2020 öffnen kann", kündigt Mark Engels an. Dann soll der ganze Komplex fertig sein. Bislang jedenfalls liegt alles im Zeitplan. Wer sein Kind mit dem Auto bringen will, kann die öffentlichen Parkplätze an der Kilianstraße ansteuern. „Am besten bringen Eltern ihre Kinder allerdings zu Fuß oder mit dem Rad. Schließlich, und das ist uns immer wichtig, liegt die Kita wohnortnah im Quartier", sagt Wolfgang Walter.

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