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Leere Bänke im Paderborner Dom: Die Kirche verliert stetig Mitglieder. - © Freya Rensing
Leere Bänke im Paderborner Dom: Die Kirche verliert stetig Mitglieder. | © Freya Rensing

Paderborn Erzbistum Paderborn erwartet großen Mitgliederschwund

In den nächsten 40 Jahren könnte sich die Zahl der Katholiken halbieren

Birger Berbüsse
03.05.2019 | Stand 03.05.2019, 18:21 Uhr |

Paderborn. Vom massiven Mitgliederrückgang der Kirchen bis zum Jahr 2060 ist auch das Erzbistum Paderborn betroffen. Den Berechnungen zufolge könnte sich beispielsweise die Zahl der Kirchenmitglieder im Erzbistum Paderborn von 1,5 Millionen (2017) innerhalb von 40 Jahren auf 836.400 etwa halbieren, wie das Erzbistum mitteilte. Bereits im Vorjahr war bekannt geworden, dass die Zahl der Katholiken im Erzbistum stetig sinkt. Und die Menschen, die noch der Kirche angehören, gehen immer seltener zum Gottesdienst: Bei Zählungen an zwei Sonntagen wurden 140.000 Besucher ermittelt, im Vergleichszeitraum waren es noch 149.000. Das sind nur noch 9,2 Prozent aller Katholiken im Erzbistum (2016: 9,7). Das sagt die Kirche zu den Zahlen Die Ergebnisse der Studie seien nicht überraschend, erklärte das Erzbistum Paderborn. Um langfristig Angebote in der Seelsorge, der Bildung und im Sozialbereich aufrecht erhalten zu können, werde eine Prioritätensetzung bei den Ausgaben nötig sein. Die durch die gute Konjunktur günstigen Kirchensteuereinnahmen in den vergangenen Jahren ermöglichten es, bereits jetzt die Weichen für den langfristigen Wandel zu stellen, erklärte das Erzbistum. Die Prognose von Freiburger Finanzwissenschaftlern basiert auf der demografischen Entwicklung und der Annahme, dass sich die Trends bei Taufen sowie Ein- und Austritten fortsetzen. Während im Jahr 2017 bundesweit noch mehr als jeder Zweite einer der beiden Kirchen angehörte, wird es im Jahr 2060 laut der Studie voraussichtlich nur höchstens jeder Dritte sein. Die Studie sei jedoch eine sehr langfristige Prognose, viele Daten könnten sich noch deutlich anders entwickeln. Zahlen der Taufen sowie Kirchenein- und -austritte könnten die Ergebnisse noch deutlich verändern, heißt es dazu vom Erzbistum Paderborn. Mit Material von epd.

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