Junge Autorin: Die Paderbornerin Jasmin Ergin stellt ihr erstes Buch vor. - © Julia Stratmann
Junge Autorin: Die Paderbornerin Jasmin Ergin stellt ihr erstes Buch vor. | © Julia Stratmann

Paderborn Junge Paderbornerin schreibt Krimi über Prostitution und Drogenhandel

Die Autorin Jasmin Ergin veröffentlicht ihren ersten Roman. Bis dahin war es jedoch ein jahrelanger Weg

Anna Hillemeyer
15.04.2019 | Stand 14.04.2019, 18:43 Uhr
Julia Stratmann

Paderborn.Sie solle was Bodenständiges machen, sagen ihre Eltern. Doch in der jungen Paderbornerin Jasmin Ergin schlummert seit der Kindheit ein Traum: Drehbuchautorin. Um dem Wunsch ihrer Eltern nachzukommen, macht sie bei der Agentur für Arbeit eine Ausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistung – und veröffentlicht nebenbei ihr erstes eigenes Buch. Jasmin schreibt, seit sie zwölf Jahre alt ist. Damals waren es noch kleine Kurzgeschichten und Märchen. Heute sind es Geschichten über Prostitution und Drogenhandel: „Mein Buch 'Kill the Pimp' handelt von einem jungen Mann, der durch falsche Kontakte in die Dealerszene abgerutscht ist", erzählt die 21-Jährige. Die Hauptfigur Richard ist wie sie 21 Jahre alt und stammt aus Rumänien. Dank eines Stipendiums reist er nach Amerika, um dort zu studieren. Mit der Zeit häufen sich die Schulden, sodass er auf Geld angewiesen ist und das Angebot, Drogendealer zu werden, nicht ausschlagen kann. Er durchlebt einen rasanten Aufstieg, bis ein schreckliches Ereignis sein Leben erschüttert. Richard will aus der Szene aussteigen, doch das ist leichter gesagt, als getan. Fünf Jahre bis zur Veröffentlichung „Mich interessiert die Psyche der Menschen", antwortet Ergin auf die Frage, warum sie sich für dieses Thema entschieden habe. Sie beschäftigt sich in ihrem Buch unter anderem mit Fragen über das Gewissen und Formen der Manipulation. Bis zur Veröffentlichung habe sie sich fünf Jahre lang informiert, recherchiert, geschrieben und umgeschrieben. Ihrer Meinung nach seien die Charaktere sowie die überraschenden Wendungen in der Handlung besonders gut gelungen. Sich die Rollen und die Verhaltensweisen der Figuren auszudenken, wäre überhaupt kein Problem gewesen. Viel mehr Zeit habe sie für die endgültigen Szenen gebraucht. „Ich habe mir die Dialoge immer selbst vorgesprochen, damit sie möglichst authentisch werden", sagt Ergin. Dabei möchte sie mit der Geschichte vor allem vermitteln, dass man nicht immer nach mehr streben müsse, sondern das Leben einfach wertschätzen sollte. Die endgültige Version ihrer Geschichte ließ sie von einer Lektorin überarbeiten. Zusammen mit dem Design reichte sie es bei dem Self-Publishing-Verlag epubli ein, die ihr Buch druckten und veröffentlichten. „Kill the Pimp" ist als Taschenbuch und als E-book erhältlich. Über die ISBN-Nummer (978-3748511847) kann es in den Buchhandlungen oder bei Amazon bestellt werden.

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