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Blick auf den Marienplatz: Die Linden im Bereich der Steinmauer müssen vermutlich weichen. - © Sabine Kauke
Blick auf den Marienplatz: Die Linden im Bereich der Steinmauer müssen vermutlich weichen. | © Sabine Kauke

Paderborn Naturschützer protestieren gegen Baumfällungen am Marienplatz

Für den Neubau der Paderborner Stadtverwaltung müssen wohl mehrere alte Linden fallen

Sabine Kauke
06.04.2019 | Stand 06.04.2019, 13:32 Uhr

Paderborn. Mitglieder von Pro Grün, von BUND, NABU und dem Naturwissenschaftlichen Verein rufen an diesem Samstag, 6. April, Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt dazu auf, sich mit ihrer Unterschrift gegen das Fällen von Linden am Marienplatz auszusprechen. Unter dem Motto „Stopp Kahlschlag! Linden am Marienplatz erhalten!" werden ab 10 Uhr Flyer verteilt. Die zwölf Linden seien von historischer, religiöser und ökologischer Bedeutung und hätten stadtbildprägenden Charakter, so die Naturschützer. Mit ähnlicher Argumentation hat eine Paderbornerin bereits einen Bürgerantrag bei der Stadt gegen das Fällen der Linden eingereicht, um den es in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 11. April gehen wird. "Erhalt der Bäume ist nicht möglich" Zum Hintergrund: In Verbindung mit dem Neubau des Stadthauses soll auch der Marienplatz umgestaltet werden. Das Konzept des Preisträgers, für das sich der Stadtrat mehrheitlich entschieden hatte, sieht unter anderem den Wegfall der Mauer zur Marienstraße (gegenüber des jetzigen Cafés Ostermann) vor sowie einen Niveauausgleich des Platzes. Dadurch sei ein vollständiger Erhalt der Bäume nach aktuellem Kenntnisstand nicht möglich, heißt es bei der Stadt. Doch der alte Lindenbestand auf dem Marienplatz soll „weitestgehend geschont und erhalten bleiben", betont die Stadtverwaltung. „Derzeit existiert lediglich eine städtebauliche und landschaftsarchitektonische Grundkonzeption, die jetzt planerisch noch konkretisiert werden muss", erläutert Stadtsprecher Jens Reinhardt auf Nachfrage von nw.de.

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