Bleibt ein Möbelstandort: Die bisherigen Finke-Gebäude werden abgerissen, dafür wird voraussichtlich unter dem Namen Höffner neu gebaut. - © (Archiv) Marc Köppelmann
Bleibt ein Möbelstandort: Die bisherigen Finke-Gebäude werden abgerissen, dafür wird voraussichtlich unter dem Namen Höffner neu gebaut. | © (Archiv) Marc Köppelmann

Paderborn Stadt Paderborn erleichtert über Höffner-Pläne für Finke-Gelände

Die Möbelkette Höffner will 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Bürgermeister Michael Dreier sieht ein positives Signal. Bei Finke steht eine Mitarbeiterversammlung an.

Martin Fröhlich
12.03.2019 | Stand 12.03.2019, 10:47 Uhr
Holger Kosbab

Paderborn. Dort, wo heute noch das Finke-Möbelhaus steht, soll voraussichtlich ein Möbelhaus der Höffner-Kette entstehen. Das hat der Inhaber von Höffner und Aufkäufer der alten Finke-Gruppe, Kurt Krieger am Montag angekündigt. Auf dem Gelände am Stadion könne ein neues hochmodernes Möbelhaus entstehen – unter der Marke Höffner. "Die Entscheidung, auf den Flächen des Möbelhauses Finke nach dem Abriss wieder ein neues Möbelhaus aufzubauen, betrachten wir als ein positives Signal für den Wirtschafts- und Handelsstandort Paderborn und werden den Prozess im Rahmen unserer Möglichkeiten positiv begleiten und unterstützen", sagt Paderborns Bürgermeister Michael Dreier. Sorgen um Nachfolgeplanungen entfallen Kurt Krieger hatte Dreier und die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke bereits am vergangenen Freitag über die Neubaupläne informiert. Bei der interfraktionellen Runde des Stadtrats wurden die Fraktionsvorsitzenden dann von Krieger und der Geschäftsführerin Edda Metz über die Absichten der Unternehmensgruppe für den Standort Paderborn informiert. Wie Warnecke auf NW-Anfrage sagt, sei es für sie „auch planungsrechtlich eine positive Botschaft". Da für den Neubau eine Verkaufsfläche von 40.000 Quadratmetern vorgesehen sei, liege diese größenmäßig knapp unter den 42.000 Quadratmetern des bisherigen Finke-Stammhauses. Und erheblich unter den Flächenbeschränkungen, die laut gültigem Bebauungsplan möglich wären: Finke wollte hier ein Möbel-Kompetenzzentrum mit insgesamt etwa 65.000 Quadratmetern errichten – mit dem Stammhaus, einem Preis-Rebell und einem Carré-Markt. Da der gültige Plan somit drei Möbel-Häuser ermöglicht, wird dennoch ein neuer Bebauungsplan notwendig. Betriebsversammlung für die Finke-Belegschaft Damit sind laut Warnecke gleich zwei Sorgen genommen: Einerseits die, dass Krieger etwas anstrebe, das laut bisherigen Bebauungsplan nicht möglich sei. Hinfällig sei auch die bereits in der jüngsten Stadtratssitzung geäußerte Befürchtung, dass Krieger nicht neu baut und eine Brache entsteht. Weitere Details zum Krieger-Vorhaben an der Paderborner Straße wird es bei einem Arbeitstreffen mit Vertretern der Unternehmensgruppe und der Stadt Paderborn in der kommenden Woche geben. Für die verbliebenen Finke-Mitarbeiter wird dagegen schon an diesem Dienstag wichtige Neuigkeiten geben. Laut NW-Informationen ist eine Betriebsversammlung geplant. Möglicherweise geht es um einen Ausblick für eine künftige Beschäftigung.

realisiert durch evolver group