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Der Vorstand: Frank Sievert, Axel Breitschuh, Friedrich Keine, Matthias Brandes, Vorstandschef Ansgar Käter, Karl-Heinz Rawert, Rudolf Jäger und Günter Vogt (v. l.). FOTO: VOLKSBANK DETMOLD - © volksbank detmold
Der Vorstand: Frank Sievert, Axel Breitschuh, Friedrich Keine, Matthias Brandes, Vorstandschef Ansgar Käter, Karl-Heinz Rawert, Rudolf Jäger und Günter Vogt (v. l.). FOTO: VOLKSBANK DETMOLD | © volksbank detmold

Paderborn Verbundvolksbank OWL wächst weiter

Die Mitglieder der Genossenschaftsbank erhalten erneut 5,5 Prozent Dividende. Der Vermögensverwalter „Werther und Ernst“ hat seit Jahresanfang einen zweiten Standort in Osnabrück

Andrea Frühauf
22.02.2019 | Stand 23.02.2019, 10:44 Uhr

Paderborn. Die Verbundvolksbank OWL hat nach ihrem Zusammenschluss ihre erste Bilanz für ein Gesamtjahr vorgelegt. „Wir sind in allen Bereichen und Regionen gewachsen", resümierte der neue Vorstandsvorsitzende Ansgar Käter, der seit 1. Januar im Amt ist, zufrieden. Von dem Zusammenschluss hätten alle Seiten profitiert. Die Verbundvolksbank habe die nötige Größe, um auch größere Unternehmenskredite zu bedienen. Im internationalen Mittelstandsgeschäft habe die Bank mit rund 904 Millionen Euro Umsatz 2018 einen Rekord verbucht. "Wir wollen Wertschöpfung durch Wertschätzung" Für 2019 erwartet Käter weiteres Wachstum. Er betonte: „Wir wollen Wertschöpfung durch Wertschätzung der Mitarbeiter." Dies übertrage sich auf die Kunden. Die Belegschaft soll wachsen. Die Dividende für Mitglieder bleibt stabil bei 5,5 Prozent. 3,9 Millionen Euro werden damit ausgeschüttet. Der Vorstandschef betonte die operativ umgesetzte dezentrale Ausrichtung der Bank. Zugleich habe das Institut aus eigener personeller Kraft (10.000 Tage) das größte IT-Projekt seiner Geschichte gestemmt und für die Migration einer Rechenzentrale gesorgt. Vom 5. bis 8. April bleiben die Geldautomaten der Volksbanken Paderborn, Delbrück-Hövelhof, Elsen-Wewer-Borchen, Brilon-Büren-Salzkotten und Südniedersachsen wegen der IT-Umstellung geschlossen. Die Bilanzsumme der in fünf von sechs Kreisen und in Bielefeld aktiven Bank (971 Mitarbeiter, 52 statt zuvor 57 Filialen) stieg um 4,2 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Der Bestand an Kundenkrediten sei um 4,1 Prozent auf rund 4,3 Milliarden Euro gewachsen. Bei den Unternehmenskrediten waren es plus 4,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 4,2 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro – dabei legten vor allem die Sichteinlagen um 11,2 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu. Das Wertpapiervermögen stieg von knapp 900 Millionen auf rund 1,2 Milliarden Euro. „Das betreute Kundenvermögen (Depots, Guthaben bei Versicherungen und Bausparguthaben) erreichte erstmals mehr als sieben Milliarden Euro", sagte Käter. Der Jahresüberschuss der Verbundvolksbank sei geringfügig um 200.000 auf 14,3 Millionen Euro gefallen. Der Provisionsüberschuss sank um knapp 200.000 auf 37,1 Millionen Euro. Grund seien höhere Tariflöhne sowie Mehrkosten für Regulatorik und IT. Der Zinsüberschuss habe mit 111,1 Millionen Euro leicht über Vorjahresniveau gelegen. Vermögensverwalter schafft Turnaround vorzeitig „Wir brauchen 4,3 Prozent Wachstum ohne Kostenerhöhungen, um die Leistung zu halten", betonte der stellvertretende Vorstandschef Friedrich Keine. „Die hochverzinslichen Geschäfte der Vergangenheit laufen weiter aus",verwies er an andauernde Niedrigzinsen. Die Eigenkapitalquote beträgt 14,5 Prozent. Auch die Tochterunternehmen hätten sich gut entwickelt. Der in Bielefeld ansässige Vermögensverwalter „Werther und Ernst" schreibe seit 2017 schwarze Zahlen und habe den Turnaround damit zwei Jahre früher geschafft als geplant, sagte Käter. Aktuell verwalte das Team ein Vermögen von gut 700 Millionen Euro für rund 550 Kunden. Am Jahresanfang eröffnete der Vermögensverwalter einen zweiten Standort in Osnabrück (drei Mitarbeiter). „Wir haben 2008 einen Kooperationsvertrag mit der Volksbank Osnabrück geschlossen", erläuterte Käter. Die Volksbank Osnabrück profitiere von dem Vermögensverwalter vor Ort. Er betonte: „Wir planen keine weitere Expansion." Das Geschäftsgebiet OWL sei spannend genug. Die OWL Immobilien Verwaltung GmbH hat sich am 1. Januar mit der Löseke Immobilien-Verwaltungs GmbH in Paderborn und der Hausverwaltung Dirk Müller in Detmold zusammengeschlossen. Damit verwalten die 42 Mitarbeiter in OWL insgesamt rund 6.000 Einheiten in 500 Objekten.

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