Architekten-Entwurf der ZM2. Das Gebäude passt gestalterisch zur 2011 errichteten ZM1. - © Thomas Grundmann
Architekten-Entwurf der ZM2. Das Gebäude passt gestalterisch zur 2011 errichteten ZM1. | © Thomas Grundmann

Paderborn Grundstein für „Zukunftsmeile 2“ in Paderborn gelegt

Grundstein für „Zukunftsmeile 2“ gelegt. Ende 2020 soll das Gebäude bezugsfertig sein

12.02.2019 | Stand 13.02.2019, 09:58 Uhr

Paderborn. Mieter und Investor haben am Dienstag gemeinsam mit Vertretern der Stadt Paderborn den symbolischen Grundstein der Zukunftsmeile 2 (ZM2) an der Fürstenallee in Paderborn gelegt. Bereits seit Herbst 2018 laufen vorbereitende Arbeiten für das Bauprojekt. Ende 2020 werden Universität Paderborn, Weidmüller und das Fraunhofer IEM in das neue Forschungs- und Innovationszentrum einziehen. Die Zukunftsmeile 2 wird auf vier Etagen eine Gesamtfläche von knapp 20.000 Quadratmetern Raum für etwa 600 Arbeitsplätze bieten. Es entstehen gemeinsame Projekträume, Co-Working-Bereiche sowie eine großzügige Forschungs- und Demonstrationsfläche. Die Zukunftsmeile 1 wurde 2011 von der Universität Paderborn und Fraunhofer bezogen und beheimatet nun das Fraunhofer IEM. "Das neue Gebäude ist ein weiterer Schritt, um den Paderborner Campus an der Fürstenallee zu einem bedeutenden Standort für Innovation und Forschung in der Region zu entwickeln", betonen die Verantwortlichen in ihrer Pressemitteilung. Universität Paderborn realisiert Industrie-Forschungscampus Die Universität Paderborn wird in der Zukunftsmeile 2 den Software Innovation Campus Paderborn (kurz: SICP) unterbringen. Im SICP werden die software- und datengetriebenen Innovationen der Zukunft erforscht und entwickelt. Themenschwerpunkte sind beispielsweise intelligente vernetzte Systeme, IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz, menschenzentrierte Systementwicklung, Lernen und Arbeiten in der digitalisierten Welt oder digitale Geschäftsmodelle. Die Universität wird Arbeitsmöglichkeiten für mehr als 250 Personen schaffen. „Der Campus-Idee folgend werden dort Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der am SICP beteiligten Partnerunternehmen arbeiten. Sie werden Büros, Labore, offene Arbeitsbereiche und flexibel gestaltete Multifunktionsflächen miteinander teilen, um praxisorientierte Forschungsergebnisse und Innovationen hervorzubringen", betont Gregor Engels, Vorstandsvorsitzender im SICP. Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen Das Elektrotechnikunternehmen Weidmüller mit Hauptsitz in Detmold wird zukünftig mit bis zu 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seiner Division Automation Products and Solutions (APS) an der Zukunftsmeile 2 vertreten sein. Sie werden dort im Verbund mit Hochschule und Instituten zukunftsweisende Lösungen für die industrielle Automatisierung und Digitalisierung entwickeln. Neben modernen Arbeitsplätzen plant Weidmüller ein leistungsfähiges Entwicklungslabor am Standort. „Die Nähe zu Fraunhofer IEM und der Universität Paderborn ermöglicht uns, unsere Kompetenzen in den Bereichen System- und Softwareentwicklung sowie maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz zu erweitern und zu vertiefen. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch Talente schon im Studium für unser globales Team gewinnen", erklärt Jörg Timmermann, Vorstandssprecher und Finanzvorstand bei Weidmüller. Fraunhofer IEM plant Laborfläche für Industrie und Forschung Neben rund 20 Büroarbeitsplätzen plant das Fraunhofer IEM ein modernes Labor, in dem das Internet der Dinge erlebbar wird. Die unterschiedlichen Anwendungsfälle werden mit überwiegend regionalen Unternehmen umgesetzt, um die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie weiter zu fördern. „Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ist der Schlüssel für künftige Innovationen. Sowohl Fraunhofer IEM als auch Heinz Nixdorf Institut gewinnen mit Weidmüller einen wertvollen Nachbarn und Partner für Austausch und Innovation", sagt Ansgar Trächtler, Leiter des Fraunhofer IEM und Professor am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn. Goldbeck schafft Raum für Austausch und Kooperation Investor der Zukunftsmeile 2 ist das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck. Die architektonische Planung übernahm das Paderborner Büro Matern Architekten. Die Kosten für das Bauprojekt liegen bei etwa 35 Millionen Euro. Geplant sind neben den Labors und Büro-Arbeitsbereichen unter anderem ein gemeinsames Foyer mit repräsentativem Empfang, ein überdachter Innenhof und eine moderne Mitarbeiterkantine mit Sitzplätzen für bis zu 200 Personen.

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