Die Bedeutung der Paralympics in Deutschland wächst. Wissenschaftliche Forschung gibt es dazu aber bisher kaum. - © Pixabay
Die Bedeutung der Paralympics in Deutschland wächst. Wissenschaftliche Forschung gibt es dazu aber bisher kaum. | © Pixabay

Paderborn Paderborner Forschungsprojekt soll paralympische Athleten fördern

Die Sportwissenschaftler erforschen die Trainingsbedingungen für deutsche Paralympic-Athleten

Paderborn. Sportwissenschaftler der Universität Paderborn wollen die Trainingsbedingungen für deutsche Paralympic-Athleten verbessern. Die Hochschul-AG „Inklusion im Sport" untersucht in den kommenden zwei Jahren die Arbeit an den Bundesstützpunkten im paralympischen Sport und erarbeitet Änderungsvorschläge. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft, das zum Bundesinnenministerium gehört. Kooperationspartner ist der Deutsche Behindertensportverband (DBS), wie es von der Universität Paderborn hieß. In Deutschland wachse die Bedeutung der Paralympics, dem Pendant zu den Olympischen Spielen für Sportler mit Behinderungen, hieß es. Mittlerweile gebe es bundesweit Betreuungs- und Serviceeinrichtungen für Paralympic-Athleten und -Athletinnen, die an Olympiastützpunkte angebunden und mit weiteren Einrichtungen des Leistungssports verknüpft sind. Die Einführung solcher Stützpunkte sei bislang jedoch nicht wissenschaftlich begleitet worden, sagte die Projektleiterin Sabine Radtke, Professorin vom Department Sport und Gesundheit der Uni Paderborn. Welches ist das beste Fördermodell? In dem Inklusions-Projekt solle nun herausgefunden werden, welches das beste Fördermodell für den paralympischen Leistungssport ist. „Es ist zu klären, ob eine zum olympischen Sport analoge Stützpunktlogik tatsächlich sinnvoll ist oder ob aufgrund der Besonderheiten des Behindertensports ein eigenständiges Stützpunktsystem wirkungsvoller wäre", erklärte Radtke. Dazu würden die Forscher auch Interviews mit Experten und paralympischen Sportlern durchführen. Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „Analyse des Stützpunktsystems zur Förderung des paralympischen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports" sollen demnach Ende 2020 nach den Paralympischen Sommerspielen in Tokio vorliegen. Mit Material des epd

realisiert durch evolver group