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Unüberhörbar: Kathy Kelly singt und spielt Gitarre. - © Dietmar Gröbing
Unüberhörbar: Kathy Kelly singt und spielt Gitarre. | © Dietmar Gröbing

Paderborn Kathy Kelly singt mit den Pader Voices in Elsen

Das Doppelkonzert lockt 450 Zuhörer in die Kirche

Dietmar Gröbing
02.02.2019 | Stand 02.02.2019, 14:21 Uhr

Paderborn-Elsen. Die Kirchenbänke bleiben zunehmend leer. Vor allem bei den regulären Gottesdiensten. Folglich braucht es andere Wege, um die Gotteshäuser zu füllen. Musikalische Unterhaltung kann ein solcher Weg sein. Wie sich am Freitagabend feststellen ließ, als die Elsener Dionysius-Kirche bis auf den letzten Platz besetzt war.

Heimspiel: Der Paderborner Chor Pader Voices bereitete den musikalischen Weg für die Hauptattraktion des Abends. - © Dietmar Gröbing
Heimspiel: Der Paderborner Chor Pader Voices bereitete den musikalischen Weg für die Hauptattraktion des Abends. | © Dietmar Gröbing

Grund für den starken Besucherandrang war ein Doppelkonzert. Neben der irisch-amerikanischen Sängerin Kathy Kelly stellten die Pader Voices ihr Können unter Beweis. Der gemischte Chor aus der Stadtheide (Leitung: Johannes Schäfermeyer) performte Evergreens, Gospel und Traditionals. Gleiches galt für Kathy Kelly, die zudem christlich fundierten Pop zu Gehör brachte. Das ehemalige Mitglied der Kelly Family setzte neben ihrem Mezzosopran Akkordeon und Gitarre in Szene. Für den passenden Background sorgte Begleitmusiker Andreas Recktenwald, der Kathy Kellys Wirken per Keyboard abfederte.

Ergebnis war ein sattes Soundpaket, das seine Vervielfältigung nicht durch den Einsatz technischer Hilfsmittel, sondern durch die implementierte Kirchenakustik erfuhr.

Gesang ohne Hilfsmittel

Gänzlich ohne Hilfsmittel kamen die Pader Voices aus. Wobei sich die eingesetzten Stimmen als bestmögliches Werkzeug erwiesen. Rein, sauber und puristisch nahm sich das aufgeführte Konvolut aus. Und zielorientiert, denn die involvierten Damen und Herren platzierten ihre Stimmen dort, wo sie von Natur aus hingehören: in den kirchlichen Raum. Erst recht, wenn es klerikales Liedgut zu präsentieren gilt.

„It´s Me, My Lord" und „Down By The Riverside" passten anhand ihrer positiv besetzten Botschaften ebenso gut in die Dionysius-Kirche wie „Good News" und „Deep River". Die folgenden Titel „Irish Lullaby" und „Lord Of The Dance" bildeten eine perfekte Überleitung zu der Halb-Irin Kathy Kelly, die den bereiteten Boden für ihre Zwecke nutzte.

Unter dem Applaus von 450 Zuhörern changierte die 55-Jährige mühelos zwischen historischem und aktuellem Liedgut, zwischen Arie, Irish Folk und leichter Muse. Möglich machte es Kathy Kellys flexibles Stimmvolumen, das nahezu jede Bandbreite abdeckte. So war es ein Leichtes, auf den mehr als 20 Jahre alten Kelly-Family-Song „Fell In Love With An Alien", Coverversionen von „Scarborough Fair" und „Country Girl" folgen zu lassen.

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