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Verschwindet in Jena: Die Marke Finke wird dort durch ein Höffner-Möbelhaus ersetzt. - © Lena Henning
Verschwindet in Jena: Die Marke Finke wird dort durch ein Höffner-Möbelhaus ersetzt. | © Lena Henning

Paderborn/Jena Die Marke Finke verschwindet weiter

In Jena soll das Möbelhaus durch einen Höffner-Markt ersetzt werden.

Martin Fröhlich
15.01.2019 | Stand 15.01.2019, 20:38 Uhr

Paderborn/Jena. Für die Mitarbeiter des Finke-Möbelhauses im thüringischen Jena dürfte es eine gute Nachricht sein: Ihr Standort soll auch nach der Übernahme durch die Krieger-Gruppe erhalten bleiben. Doch das Ganze hat einen Haken: Die Paderborner Marke "Finke" wird dabei verschwinden. Die neuen Besitzer wollen anstelle des bisherigen Finke-Marktes in Jena ein Haus der Höffner-Kette errichten. Dem Jenaer Stadtrat liegen Unterlagen vor, in denen die Pläne der Krieger Projektentwicklung GmbH beschrieben werden. Demnach soll auf dem Areal im Ortsteil Lobeda, auf dem sich seit 2004 ein Finke-Möbelhaus befindet, noch in diesem Jahr mit dem Bau eines neuen Möbelhauses begonnen werden. Dieses soll größer als das bisherige sein - die maximal erlaubte Fläche liegt bei rund 38.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Es soll ein mehrgeschossiges Gebäude werden, in dem auch der bisherige Untermieter Media-Markt wieder vertreten sein könnte. Die anderen bisherigen Mieter ATU und Dänisches Bettenlager dagegen sollen nicht mehr vertreten sein. Laut "Ostthüringer Zeitung" (OTZ)ist auch ein Restaurant geplant. Stadtrat soll am 23. Januar entscheiden Die OTZ berichtet, dass Krieger plant, das Möbelhaus bereits bis Ende 2020 zu errichten. Unklar ist offenbar noch, ob das alte Haus erst geschlossen und abgerissen wird, bevor der Neubau beginnt, oder ob Teile der Bauarbeiten parallel ablaufen. Die Krieger-Gruppe hat nun einen Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes angestoßen. Der Jenaer Stadtrat muss darüber entscheiden. Er tagt am 23. Januar. Neben dem Jenaer Standort gibt es ein zweites Finke-Möbelhaus in Thüringen. Es steht in Erfurt-Elxleben. Die Krieger-Gruppe um Möbelmilliardär Kurt Krieger hatte die Finke-Gruppe 2018 übernommen. Von den Stammhäusern bleiben jene in Kassel, Hamm und Münster erhalten. Das Ursprungshaus in Paderborn wird im März geschlossen und später abgerissen. Auch die Zentralverwaltung in Paderborn und die Verwaltung der Logistik werden geschlossen. Insgesamt gehen in der Domstadt dadurch rund 400 Jobs verloren.

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