Dichtgedrängt: Fast 5.000 Besucher verfolgten im letzten August an der Dreckburg in Salzkotten ein Konzert von Chart-Stürmer Adel Tawil. Ähnliches soll auch in Paderborn öfter möglich werden. - © Ralph Meyer
Dichtgedrängt: Fast 5.000 Besucher verfolgten im letzten August an der Dreckburg in Salzkotten ein Konzert von Chart-Stürmer Adel Tawil. Ähnliches soll auch in Paderborn öfter möglich werden. | © Ralph Meyer

Paderborn Neue Chance für Open-Air-Gelände in Paderborn

Mönkeloh: Sperrvermerk für Vorhaben wird Thema im nächsten Bauausschuss. Verwaltung will Aufhebung erreichen

Hans-Hermann Igges
11.01.2019 | Stand 11.01.2019, 17:13 Uhr |

Paderborn. Die Planungen für ein Open-Air-Gelände in Paderborn-Mönkeloh sollen fortgesetzt werden. Die Verwaltung hat dem Bauausschuss des Stadtrates für seine nächste Sitzung am 24. Januar einen Beschlussvorschlag vorgelegt, wonach der im letzten Dezember vom Ausschuss beschlossene Sperrvermerk aufgehoben werden soll. Damit soll nach der bereits vorliegenden Machbarkeitsstudie nun eine konkrete Entwurfsplanung erstellt werden, in der auch die Kosten konkretisiert werden. In der Sitzung Anfang Dezember hatten die Grünen den Sperrvermerk beantragt, weil es noch keine konkrete Grundlage für Vorberatungen in den Fraktionen gebe. Diese seien aber nötig, um sich eine abschließende Meinung zu bilden. Grundsätzlich neue Informationen werde es erst mit der Erarbeitung einer Konkretisierung des Entwurfs geben, hatte Frank Becker, Leiter des Amtes für Umwelt und Grünflächen, damals dazu gesagt. Genau das soll mit der Aufhebung des Sperrvermerks nun offenbar möglich gemacht werden. Kosten von rund einer Million Euro Der Kostenrahmen für die Herrichtung des Geländes wird inklusive Planungskosten auf rund eine Million Euro geschätzt; dazu komme noch die Herstellung der Rekultivierungsflächen. Die ehemalige Deponie hinter dem Monte Scherbelino soll als Festivalgelände für maximal 5.000 Besucher hergerichtet werden. Für die Renaturierung des Geländes habe der Abfallbeseitigungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASP) bereits Geld zurückgelegt. Das Gelände in Mönkeloh hat sich nach Angaben der Stadt im Rahmen einer Potenzialflächenanalyse als am besten geeignet heraus gestellt. Der Bedarf für Großveranstaltungen sei vorhanden; die bisher zuweilen dafür genutzte Parkplatzfläche am Gartenschaugelände in Schloß Neuhaus lasse sich dauerhaft jedoch planungsrechtlich als Veranstaltungsfläche ausweisen.

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