Ein Gelände für Festivals, hier ein Bild des "Tausendquell" im gleichnamigen Park, wird es so bald auf dem Monte Scherbelino nicht geben. - © Svenja Ludwig
Ein Gelände für Festivals, hier ein Bild des "Tausendquell" im gleichnamigen Park, wird es so bald auf dem Monte Scherbelino nicht geben. | © Svenja Ludwig

Paderborn Rückschlag für Open-Air-Gelände in Paderborn

Mönkeloh: Bauausschuss beschließt Sperrvermerk für Investitionen. Grüne machen noch Beratungsbedarf geltend

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Hinter den Plänen für ein Open-Air-Gelände im Paderborner Süden steht ein großes Fragezeichen. Der Bauausschuss des Stadtrates beschloss mit großer Mehrheit, Investitionen dafür mit einem Sperrvermerk zu belegen. Dies hatten die Grünen beantragt, weil es noch keine konkrete Grundlage für Vorberatungen in den Fraktionen gebe. Diese seien aber nötig, um sich eine abschließende Meinung zu bilden. Grundsätzlich neue Informationen gebe es erst mit der Erarbeitung einer Konkretisierung des Entwurfs, warnte Frank Becker, Leiter des Amtes für Umwelt und Grünflächen, vor großen Erwartungen. Er hatte im August im Bauausschuss eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Grob geschätzt eine Million Euro wären nötig, so Becker damals, um die ehemalige Deponie hinter dem Monte Scherbelino als Festivalgelände für maximal 5.000 Besucher herzurichten. Für die Renaturierung des Geländes habe der Abfallbeseitigungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASP) bereits Geld zurückgelegt. CDU-Sprecher Markus Mertens erneuerte die Unterstützung seiner Fraktion für das Vorhaben: "Was Salzkotten an der Dreckburg kann, sollten wir in Paderborn auch möglich machen. Und dann natürlich nicht nur für eine Veranstaltung im Jahr." Keine Unterstützter fand die FDP-Fraktion mit ihrem noch weiter gehenden Antrag. Sie sieht keinen Bedarf für ein solches Gelände in Paderborn und wollte den Haushaltsposten ersatzlos gestrichen wissen.

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