Sichere Wege: Wie hier auf der Erzbergerstraße gibt es immer mehr Schutzstreifen für Radfahrer. - © NW
Sichere Wege: Wie hier auf der Erzbergerstraße gibt es immer mehr Schutzstreifen für Radfahrer. | © NW

Paderborn Eine viertel Million Euro für Radwege in Paderborn

Im Riemekeviertel soll es bessere Abstellmöglichkeiten geben

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Die Stadt Paderborn soll im nächsten Jahr 250.000 Euro zusätzlich in die Verbesserung ihres Radwegenetzes stecken. Das beschloss einstimmig der Bauausschuss des Stadtrates. Gleich drei Fraktionen hatten mehr Geld für die Radwege beantragt: Die Linksfraktion/Offene Liste wollte mit gleich 500.000 Euro ein besonders mutiges Signal setzen, während CDU und Grüne 250.000 Euro für das letztlich auch umsetzbare Maß hielten. Finanziert werden sollen davon auch dringende Reparaturarbeiten. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde auf Vorschlag der CDU, 100.000 Euro bereit zu stellen, mit denen die Verwaltung ein Beleuchtungskonzept für Fuß- und Radwege erstellt und bereits die dringendsten Maßnahmen durchführen kann.  Parkplätze werden geopfert Kontrovers diskutiert, letztlich aber ebenfalls einstimmig beschlossen wurde auf Antrag der SPD, im Riemekeviertel einzelne Parkplätze zu opfern und dort Sicherheitsbügel zum Abschließen von Rädern zu installieren. Damit soll vermieden werden, dass auf den oft engen Bürgersteigen abgestellte Räder zu Verkehrshindernissen insbesondere für gehbehinderte Fußgänger oder Eltern mit Kinderwagen werden. Ebenfalls zum Thema machten die Grünen die Radwegführung vom Westerntor in Richtung Hauptbahnhof. Eine entsprechende Planung brauche noch Zeit, sagte Margit Hoischen, Leiterin des Straßen- und Brückenbauamtes. Man müsse vor einer Beauftragung erst nach Fördermöglichkeiten suchen und dazu wiederum auch Mittel in den Haushalt stellen, also frühestens 2020.  Kein Schilderwald in Paderborn Keine Mehrheit fanden die Grünen für ihren Vorstoß, in der Stadt Schilder aufzustellen, die auf den Mindestabstand von 1,5 Metern beim Überholen von Radfahrern hinweisen. Viel zu oft komme es zu gefährlichen Situationen. Sprecher von CDU und SPD wandten sich gegen noch mehr Schilder im Straßenbild und favorisierten Maßnahmen zum Bewusstseinswandel bei Verkehrsteilnehmern. Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Paderborn als frisch in die NRW-Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte aufgenommene Kommune von einer für nächsten Jahr geplanten Kampagne zum Thema Sicherheitsabstand profitieren könne. Auch der Vorschlag der Grünen, gezielt dafür bereits 10.000 Euro einzuplanen, fand aber keine Mehrheit.

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