Diese Radfahrerin zieht den Gehweg dem Fahren auf der stark befahrenen Neuhäuser Straße vor. Dort fehlen Schutzstreifen. - © Holger Kosbab
Diese Radfahrerin zieht den Gehweg dem Fahren auf der stark befahrenen Neuhäuser Straße vor. Dort fehlen Schutzstreifen. | © Holger Kosbab

Paderborn Mehr Geld für Paderborner Fahrradwege

Im Bauausschuss geht es um die Infrastruktur für Fahrradfahrer

Sabine Kauke
30.11.2018 | Stand 29.11.2018, 19:34 Uhr

Paderborn. Um den Fahrradverkehr in Paderborn geht es bei den Haushaltsberatungen in der nächsten Sitzung des Bauausschusses am 5. Dezember. Mehrere Fraktionen beantragen, für den Radinfrastrukturausbau mehr Geld in den Haushalt 2019 einzustellen. So stellt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen den Antrag auf zusätzlich 250.000 Euro zur Verbesserung der Radweginfrastruktur. Mit den Mitteln sollen Radverkehrsanlagen schrittweise ertüchtigt und in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Lücken im Radverkehrsnetz geschlossen werden. Die Radverkehrsanlagen entsprächen hinsichtlich Breite, Anlage und Erscheinungsbild nicht immer den Empfehlungen oder erfüllten gerade nur die Mindestvoraussetzungen. Der Betrag, so die Grünen, solle auch in den Folgejahren bereit gestellt und bei Bedarf erhöht werden. 1,50 Meter Mindestabstand beim Überholen Weitere 15.000 Euro wollen die Grünen für Schilder in den Etat aufnehmen, die auf den gesetzlichen Mindestabstand von 1,50 Meter beim Überholen von Radfahrern hinweisen. Viele Radler fühlten sich auf der Fahrbahn unsicher, weil sie von Autos überholt werden, die zuwenig Abstand hielten. Die CDU-Fraktion will einen neuen Haushaltsposten in Höhe von 250.000 Euro installieren. Mit diesem Geld sollen, so die Christdemokraten in ihrem Antrag, die dringendsten Reparaturarbeiten an Radwegen vorgenommen werden. Weitere 100.000 Euro sollen für ein Beleuchtungskonzept für Rad- und Fußwege, dass die Stadtverwaltung erstellen soll, in den Haushalt eingestellt werden. Autoparkplätze in Radstellflächen umwidmen Eine Erhöhung des geplanten Etatansatzes für die Instandsetzung von Geh- und Radwegen sowie für Fahrradrouten von 200.000 auf 500.000 Euro schlägt die Linksfraktion/Offene Liste vor. "Der Ausbau der Fahrradrouten muss schneller erfolgen", argumentieren die Linken. Auch weitere Anträge im Bauausschuss drehen sich um das Thema Fahrrad. So soll die Stadtverwaltung im Auftrag der Bündnisgrünen prüfen, wie auf der vom Westerntor in Richtung Hauptbahnhof führenden Straßenseite der Bahnhofstraße ein baulich getrennter Radweg realisiert werden kann. Dort wechselt die Radwegeführung zwischen Radweg auf Hochbord und Fahrbahnnutzung, was besonders im Kreuzungsbereich Florianstraße ein ehöhtes Verkehrsrisiko darstelle. Die SPD möchte im Riemekeviertel einzelne Autoparkplätze in öffentlich nutzbare Fahrradabstellplätze mit Sicherheitsbügeln umwandeln. Derzeit werde der öffentliche Parkraum fast ausschließlich für das Abstellen von Pkw genutzt, so dass Fahrräder auf Fußgängerwegen und an Hauswänden abgestellt werden müssen, begründen die Sozialdemokraten diesen Vorstoß. Zum einen behindert das Fußgänger und Rollstuhlfahrer, zum anderen könnten die Räder nicht sicher angeschlossen werden. Zudem seien länger nutzbare Parkmöglichkeiten für Fahrräder mit Blick auf die Mobiltät der Zukunft ein wichtiges Thema.

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