Legten am Busdorfwall einen Kranz nieder: Der stellvertretende Landrat Vinzenz Heggen (v.r.), Bürgermeister Michael Dreier und Jörg Stenzel, Kommandeur des Panzerbattaillons 203. - © Marco Schreiber
Legten am Busdorfwall einen Kranz nieder: Der stellvertretende Landrat Vinzenz Heggen (v.r.), Bürgermeister Michael Dreier und Jörg Stenzel, Kommandeur des Panzerbattaillons 203. | © Marco Schreiber

Paderborn Gedenken zum Volkstrauertag am Busdorfwall

Am Volkstrauertag wird hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs an die Opfer erinnert

Marco Schreiber
18.11.2018 | Stand 18.11.2018, 17:02 Uhr

Paderborn. An vielen Orten wurde am Sonntag mit der Niederlegung von Kränzen der Toten beider Weltkriege gedacht. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs versammelten sich Menschen an den Mahnmalen ihrer Gemeinden. Bei der Gedenkveranstaltung in Paderborn sprach Dechant und Domkapitular Benedikt Fischer über die tief in die Gesellschaft eingeschriebenen Folgen von Hunger, Flucht und Gewalt. Die biblische Botschaft sei missverstanden und in ihr Gegenteil verkehrt worden. Wurden nach dem 30-jährigen Krieg, der vor 400 Jahren begann, die Toten noch anonym verscharrt, wurde im Ersten Weltkrieg nach würdigen Orten für die Bestattung gesucht, sagte Fischer. Diese seien "Orte der Trauer" geworden. Inmitten der Gesellschaft zeugen die Kriegsdenkmäler von Verletzungen und endlosem Schmerz. Aus den Symbolen des Konflikts seien heute auch Orte der Versöhnung geworden. "Die Feinde von einst finden in unserer Stadt zusammen", so Fischer. Vertreter der in Paderborn stationierten britischen Streitkräfte standen beim Festakt am Busdorfwall in einer Reihe mit den Deutschen. Der Kirchenvertreter rief dazu auf, den nachfolgenden Generationen stets neu zu vermitteln, welche Konsequenzen es hat, "wenn eine Nation sich über eine andere erhebt".

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