Beanstandetes Schulessen: Eine der Lieferungen vom Anfang des Schuljahres, die zu Wünschen übrig ließ. - © nw
Beanstandetes Schulessen: Eine der Lieferungen vom Anfang des Schuljahres, die zu Wünschen übrig ließ. | © nw

Paderborn Stadt Paderborn will Entschädigung für Mängel beim Schulessen zahlen

Nach Protesten: Stadt schlägt pauschale Regelung für Offene Ganztagsschulen vor. Betroffen sind die Eltern von 1.800 Kindern

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Eltern von Kindern, die Offene Ganztagsschulen besuchen, sollen mit einer Entschädigung für die zum Teil mangelhafte Versorgung ihrer Sprösslinge mit Schulessen insbesondere am Anfang dieses Schuljahres rechnen können. Einen entsprechenden Vorschlag macht der Schuldezernent der Stadt Paderborn, Wolfgang Walter, jetzt dem Schulausschuss. Dieser trifft sich am 22. November zum nächsten Mal. Demnach ist daran gedacht, den Eltern von insgesamt 1.800 Schülerinnen und Schülern pauschal einen halben Monatsbeitrag entweder zu erstatten oder einen künftig zu zahlenden Monatsbeitrag um die Hälfte zu verringern. Dafür sollen 46.500 Euro im nächsten Haushalt bereitgestellt werden. Erstattungen werden berechnet Speziell in den ersten beiden Wochen dieses Schuljahres kam das Schulessen des neuen Caterers vielfach zu spät oder unvollständig. Beim Schulverwaltungsamt seien daraufhin massenweise Beschwerden von Eltern ein, deren Kinder Offene Ganztagsschulen besuchen und die monatlich pauschal fürs Essen und die Betreuung bezahlen, so Wolfgang Walter. Teilweise hätten diese Essensbeiträge bereits selbst einbehalten, andere hätten um Erstattung gebeten. Da im Nachhinein nicht in jedem Einzelfall nachgehalten werden kann, welches OGS-Kind an welchen Tagen in welcher Form genau betroffen war, schlägt Walter nun die pauschale Regelung vor. Die Monatsbeiträge der betroffenen Eltern lägen je nach Einkommen zwischen 45 und 64 Euro. Bei den weiterführenden Schulen habe man das Geld für unvollständige oder zu späte Lieferungen bereits an die Eltern erstattet. An diesen Schulen werde das Essen nicht pauschal bezahlt, sondern über ein automatisiertes Verfahren spitz abgerechnet, so dass man die einzelnen Fälle habe identifizieren können. Caterer wehrt sich gegen Vertragsstrafen Auch zuletzt war es an einzelnen Schulen noch zu mangelhaften Lieferungen gekommen. Aufgrund vorheriger Lieferschwierigkeiten und nicht akzeptierter Vertragsstrafen laufe es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Caterer hinaus, sagte Anfang November Wolfgang Walter zur NW. Für den Fall öffentlicher Kritik habe der Rechtsbeistand des Caterers mögliche Regressansprüche angedroht, so Walter, der daraufhin den Schulen geraten hatte, sich nicht mehr zu äußern. Walter hatte betont, die Stadt werde die Rückmeldungen aus den Schulen weiterhin ganz genau dokumentieren und entsprechende Vertragsstrafen aussprechen. Einige Strafen im höheren Maße seien bereits auf den Caterer zugekommen. Dieser habe jedoch nicht alle Vertragsstrafen akzeptiert und seinerseits teilweise Widerspruch eingelegt.

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