Starkes Team: Die Darsteller und Mitwirkenden zeigten sich stolz bei der Vorpremiere im UCI. - © Lena Leite
Starkes Team: Die Darsteller und Mitwirkenden zeigten sich stolz bei der Vorpremiere im UCI. | © Lena Leite

Paderborn Film „Tunnelblick“ feiert Vorpremiere in Paderborn

Rasante Action: Paderborn ist zwei Stunden lang Schauplatz des Thrillers. Das halten die Paderborner von dem Film

Lena Leite

Paderborn. „Es war ein langer Weg, doch jetzt ist es endlich so weit", sagt Regisseur Alek Imanov vor der offiziellen Vorpremiere seines Spielfilmes „Tunnelblick". 380 Zuschauer hatten sich im Kinosaal des UCI versammelt, um sich von der Qualität des zweistündigen Filmes zu überzeugen. In dem Thriller geht es um den jungen Studenten Mark, der aus seinem bisherigen Leben ausbrechen will. Dafür plant er zusammen mit seinen Freunden, die Tochter des Arbeitgebers eines Freundes zu entführen und ein Lösegeld zu fordern. Zweifel sorgen jedoch für einige Differenzen in der Gruppe. Als Mark dennoch durchsetzen kann, den Plan auszuführen, nimmt die Handlung eine rasante Wendung. Der erhoffte Gang in Richtung Freiheit entwickelt sich zu einem Lauf ums Überleben. "Der Film hat mich total mitgerissen" Mit dem Paderborner Projekt wollte Imanov testen, ob ein hochqualitativer Spielfilm auch ohne besondere Ausstattung und ohne ein großes Team gedreht werden kann. Und auf seine Leistung kann der 37-Jährige wirklich stolz sein. Das fand auch das Paderborner Publikum. So meint zum Beispiel die 26-jährige Lema Omerinovic: „Ich fand den Film super spannend. Er hat mich total mitgerissen. Ich hatte Gänsehaut und einmal sogar Tränen in den Augen." Im Gedächtnis geblieben seien ihr vor allem die Szenen, die in den unterirdischen Tunneln der Universität gedreht wurden. „Absolut gelungen" lautete Irinas (35) Fazit nach der Sichtung: „Ich fand den Film erstaunlich gut. Es kamen so viele Emotionen von den Schauspielern rüber. Sie haben ihre Aussichtslosigkeit so gut dargestellt, ihren Tunnelblick." Spannender als ein Tatort Den Blick aufs Detail beweist der 24-jährige Andreas: „Die Übergangs-Schnitt-Szenen waren sehr gut. Nur die Schauspieler wirkten manchmal etwas steif, aber viele haben das ja auch zum ersten Mal gemacht." Diese Kritik teilt auch Alja Rennwanz (23): „Die Schauspieler haben mir in ihrer Mimik besser gefallen als in den Dialogen." Beeindruckt zeigt sich Studentin Nina (21): „Ich war überrascht von der Qualität des Films. Ich kenne den Standard von Studentenproduktionen, weil ich selber Regie studiere." Ihr gefällt auch die Ausarbeitung der einzelnen Figuren. „Die Darsteller waren gut ausgewählt. Zwischendurch hatte ich sogar das Tatort-Feeling, nur dass Tunnelblick definitiv spannender war. Ich bin wirklich beeindruckt." „Paderborn wurde sehr schön widergespiegelt, ich habe viele Orte wiedererkannt. Gut gemacht!", freut sich die 21-jährige Lea über den lokalen Aspekt des Spielfilmes. „Tunnelblick" wird laut Regisseur Imanov wahrscheinlich im März 2019 veröffentlicht. Das hänge jedoch von seinem nächsten Projekt ab. Dann gibt es den Thriller regulär auf DVD zu kaufen.

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