Auf dem Campus der Uni Paderobrn gibt es nur teilweise vollständig frei zugängliches WLAN, das hat bestimmte Gründe. - © Lena Leite
Auf dem Campus der Uni Paderobrn gibt es nur teilweise vollständig frei zugängliches WLAN, das hat bestimmte Gründe. | © Lena Leite

Paderborn Weshalb es kein offenes WLAN an der Uni Paderborn gibt

8.000 Nutzer am Tag: Ohne funktionierende WLAN-Netzwerke ist der derzeitige Uni-Alltag kaum noch vorstellbar. Aber warum gibt es eigentlich kein offenes WLAN an der Hochschule?

Lena Leite
19.11.2018 | Stand 19.11.2018, 12:43 Uhr

Paderborn. Die WLAN-Netzwerke der Universität Paderborn werden täglich von bis zu 8.000 Menschen genutzt. Studierende und Beschäftigte an der Hochschule haben zwei Möglichkeiten, das WLAN zu verwenden: die Netzwerke "webauth" und "eduroam". Aber warum gibt es an der Uni eigentlich kein offenes WLAN? Momentan müssen sich die Studierenden über ihren Uni-Account bei dem Netzwerk "webauth" nach einer bestimmten Zeitspanne immer wieder anmelden. Oder sie haben durch ein Zertifikat, das sie nur über ihren Uni-Account erhalten können, einen dauerhaften Zugang über das Netzwerk "eduroam". Zwei Netze für Studierende und Mitarbeiter "Webauth sollte nur genutzt werden, bis das Zertifikat zur Nutzung von eduroam installiert ist. Das Zentrum für Informations- und Medientechnologien unterstützt bei der Installation und rät explizit davon ab, webauth für längere Zeit zu nutzen", erklärt die Pressestelle der Hochschule. Denn das Netzwerk sei nicht verschlüsselt und daher sehr unsicher. Trotz der Abschaffung der Störerhaftung von Betreibern von offenen WLAN-Hotspots hat die Universität nicht vor, diese Standardnutzung über die beiden Netzwerke zu ändern. Und das hat einen Grund. Denn der Internetdienstleister der Uni ist der DFN-Verein, der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes. Dieser gemeinnützige Verein versorgt die meisten Hochschulen mit einem intakten Internetnetz und wird von ihnen gemeinsam finanziert. Stellenweise gibt es "Freifunk" Dazu sagt die Pressestelle: "Wichtig für die Gemeinnützigkeit des Vereins - und somit für ein gutes Angebot für die Uni-Angehörigen - ist eine beschränkte Nutzergruppe. Wenn die Uni Paderborn ein offenes W-LAN anbieten würde, ginge das daher nicht über den DFN-Verein, sondern es müsste ein anderer Provider gesucht werden und entsprechend zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden." Gegenwärtig arbeite die Universität jedoch mit der Freifunk-Initiative zusammen. Bei der Initiative geht es darum, dass jeder Teilnehmer des Freifunk-Netzes seinen WLAN-Router für den Datentransfer der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Die Uni habe bereits in einigen Campusbereichen, die auch von anderen Personen nachgefragt werden, zum Beispiel in Außen- oder Tagungsbereichen, das Freifunk-WLAN bereitgestellt.

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