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Im Fokus: Die Leiterin des Paderborner Theaters ist angezeigt worden. - © Reinhard Rohlf
Im Fokus: Die Leiterin des Paderborner Theaters ist angezeigt worden. | © Reinhard Rohlf

Paderborn Zweite Anzeige gegen Paderborner Theater-Chefin scheitert

Die erste Anzeige durch den AfD-Kreisverband wird jedoch weiter geprüft. Grund ist das Programmheft des Theaters.

Martin Fröhlich
16.10.2018 | Stand 16.10.2018, 20:51 Uhr

Paderborn. Zwei Anzeigen hat es gegen die Paderborner Theaterleiterin Katharina Kreuzhage gegeben. Anlass ist eine Grafik zur AfD im Theaterprogramm. Eine der beiden Anzeigen hat sich nun erledigt. In dem Programmheft waren im Zusammenhang mit dem Stück „Andorra" von Max Frisch nebeneinander die Wahlerfolge der NSDAP und der AfD zu sehen. Außerdem fanden sich Bezüge auf den Holocaust und antisemitische Straftaten in Deutschland im Jahr 2017. Daraufhin hatte der AfD-Kreisverband Anzeige wegen Verleumdung erstattet. Gleiches hatte der frühere Landtagspolitiker der Grünen, Peter Eichenseher, getan. Die Anzeige des Bad Driburgers bleibt ohne Folgen. Wie der Paderborner Oberstaatsanwalt Christoph Zielke erklärt, fehle die rechtliche Grundlage für die Anzeige. Eichenseher sei kein Mitglied der AfD und damit von einer möglichen Verleumdung nicht betroffen. Deshalb sei er auch nicht antragsberechtigt, so Zielke. Anders sieht das beim AfD-Kreisverband aus. Hier prüfe die Staatsanwaltschaft noch, ob ein Anfangsverdacht vorliegt.

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