In einer Pressemitteilung fordert jetzt auch der AfD-Kreisverband Paderborn alle Bürger zum Besuch des Konzerts gegen Hetze auf. - © picture alliance/dpa (Symbolbild)
In einer Pressemitteilung fordert jetzt auch der AfD-Kreisverband Paderborn alle Bürger zum Besuch des Konzerts gegen Hetze auf. | © picture alliance/dpa (Symbolbild)

Paderborn AfD fordert zum Besuch des Anti-Hetze-Konzerts in Paderborn auf

Initiator Lothar Pohlschmidt spricht von Heuchelei

Holger Kosbab

Paderborn. Unter dem Motto „Demokratie leben! Gegen Hetze und Gewalt!" treten am 26. Oktober Paderborner Musiker auf dem Marktplatz auf. Mit dem Konzert soll nach den Ereignissen von Chemnitz der demokratischen Werte gedacht werden: Würde, Freiheit und Gleichheit. Die Idee zu dem Solidaritätskonzert hatte Lothar Pohlschmidt, unterstützt wird er dabei von zahlreichen Gruppierungen und Parteien. In einer Pressemitteilung fordert jetzt auch der AfD-Kreisverband Paderborn alle Bürger zum Besuch dieser Veranstaltung auf. "Bei den teilnehmenden Parteien und gesellschaftlichen Gruppierungen scheint ein Erkenntnisprozess zu reifen, dass Gewalt und Hetze nicht kompatibel sind mit unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung", schreibt der AfD-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Tegethoff. Besonders die AfD sei "der Hetze von vielen Seiten in Wort und Tat ausgesetzt". Im Rahmen der Glaubwürdigkeit dieser Veranstaltung sollten keine "moralischen" Doppelstandards gelten, da der Hetze und Gewalt gegen Jedermann mit Entschiedenheit und allen rechtsstaatlichen Instrumenten entgegengetreten werden müsse. Lothar Pohlschmidt, Paderborner Musiker und Initiator des Konzerts, sieht in diesen Aussagen "die absolute Heuchelei". Schließlich sei es eine Partei, die sich mit Pegida gemein mache und einen Björn Höcke in ihren Reihen habe. Sollten AfD-Anhänger zum Konzert kommen, "werden sie begrüßt und auf ihre Heuchelei aufmerksam gemacht", sagt Lothar Pohlschmidt auf NW-Anfrage.

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