Aus der Vogelperspektive: Der Lippesee in Paderborn-Sande. - © Gerd Vieler
Aus der Vogelperspektive: Der Lippesee in Paderborn-Sande. | © Gerd Vieler

Paderborn Umgestaltung des Lippesees: Ein Freizeitareal im Wandel

Neuausrichtung: Planungsbüro legt finales Konzept zur Umgestaltung des Lippesees vor. Welche Maßnahmen in den kommenden Jahren ergriffen werden

Dietmar Gröbing

Paderborn-Sande. Die Umgestaltung des Lippesee-Areals nimmt konkrete Formen an. Das geht aus dem finalen Konzept hervor, das die Planer am Mittwoch rund 150 Interessierten im Rahmen einer öffentlichen Infoveranstaltung präsentierten. „Unser Ziel besteht in der Verbindung und Aufwertung bestehender Potenziale unter besonderer Berücksichtigung der Punkte Freizeit, Tourismus und Infrastruktur", fasste Sebastian Tischendorf das Leitbild zusammen. Der Landschaftsplaner gehört dem verantwortlichen Planungsbüro Gasse, Schumacher und Schramm mit Sitz in Paderborn und Bremen an. Auf die genannten Schwerpunkte fokussierend, favorisiert Sebastian Tischendorf „Rundwege um allebetroffenen Seen" (Lippesee, Nesthauser See, Brockhofsee). Zudem sollen in Zukunft laut Tischendorf „alle Seen miteinander verknüpft sein", so dass es zu einer „Vervollständigung des Wegenetzes kommt".Entzerrung der Parkplatzsituation Mit einer Entzerrung der Parkplatzsituation will man potenzielle Gefahrenstellen eliminieren. Die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sollen vervielfacht werden, wobei an allen Aussichtspunkten Parkraum geplant ist. Um den Ortsteil Sande verkehrstechnisch nicht zu überlasten, bietet sich ein Parkleitsystem an. Diesbezüglich sind viele dezentrale Parkflächen für Pkw in Planung. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, soll eine zusätzliche Aus- und Einsteigemöglichkeit am Boker Kanal erhalten. Für eine weitere Aufwertung des Areals sorgen neun zusätzliche Seezugänge, die gleichzeitig „Sichtachsen und Blickbeziehungen schaffen". Ein weiterer elementarer Punkt der Planung ist die Erweiterung des Sander Dorfplatzes, der nach der Entfernung der Vegetation bis zum Lippesee hin ausgedehnt wird. Der neu gewonnene Raum schafft Übernachtungskapazitäten. Sebastian Tischendorf nennt das „Freizeitwohnen am Wasser". Im Klartext: Es entstehen mietbare Ferienhäuser ohne Bootsnutzung. Erweiterung des Sandstrandes Zentrale Aufwertung erfährt zudem das Strandbad Lippesee. So geht man eine Erweiterung des Sandstrandes in südlicher Richtung an. Hinzu kommt eine Promenade, eine ausgedehnte Liegewiese, Ballspielorte, eine Veranstaltungs- und Rasenfläche sowie diverse Grillplätze, die dem Strandbad ein zeitgemäßes Ambiente verleihen. „Es freut mich, dass wir nun exakte Maßnahmen vorstellen können", meinte Claudia Warnecke am Rande der Zusammenkunft. Die technische Beigeordnete der Stadt Paderborn bremste allerdings die Vorfreude auf kommende Attraktionen, indem sie darauf hinwies, dass man „noch auf dem Weg" sei und die Entwürfe „konkretisieren muss". Als zeitlichen Rahmen für die Umsetzung der Pläne nannte Claudia Warnecke „rund fünf Jahre".

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