Ausgezeichnet: Die 260 Schüler rund 22 Lehrerinnen der Grundschule Thune freuen sich über den Schulentwicklungspreis. - © Andreas Götte
Ausgezeichnet: Die 260 Schüler rund 22 Lehrerinnen der Grundschule Thune freuen sich über den Schulentwicklungspreis. | © Andreas Götte

Paderborn Grundschule Thune aus Paderborn wird ausgezeichnet

Die Gemeinschaftsgrundschule Thune ist für ihr Engagement ausgezeichnet werden

Birger Berbüsse

Paderborn. 173 Schulen hatten sich beworben, 40 erhielten die begehrte Auszeichnung: Unter den diesjährigen Gewinnern des Schulentwicklungspreises für „Gute und gesunde Schule" ist auch eine Schule aus dem Kreis Paderborn: Die Gemeinschaftsgrundschule Thune wurde von Schulministerin Yvonne Gebauer in Wuppertal mit dem von der Unfallkasse NRW vergebenen Preis ausgezeichnet und darf sich über die damit verbundene Prämie von 7.100 Euro freuen. Mit dem Preis werden Schulen ausgezeichnet, denen es besonders gut gelingt, Gesundheitsförderung und Prävention in ihre Schulentwicklung zu integrieren, denn ein gesundes Schulklima helfe Schülerinnen und Schülern beim Lernen. Der nach eigenen Angaben mit einem Preisgeld von rund 500.000 Euro am höchsten dotierte Schulpreis in Deutschland wurde bereits zum elften Mal vergeben. "Wichtiger Teil der Präventionsarbeit" „Der Schulentwicklungspreis ist ein wichtiger Teil unserer Präventionsarbeit. Wir entwickeln ihn ständig weiter, denn auch die Anforderungen an Schulen etwa durch Inklusion und Integrationsarbeit aber auch durch Digitalisierung steigen. So intensivieren wir in der nächsten Bewerbungsphase unsere Beratung der Schulen auf ihrem Weg zu guten gesunden Schule und wir planen Sonderpreise für Schulen in Stadtteilen mit speziellem sozialem Entwicklungsbedarf. Aus diesem Grund verleihen wir den Schulentwicklungspreis demnächst im Zwei-Jahres-Rhythmus", erklärte Gabriele Pappai, Geschäftsführerin der Unfallkasse NRW. Die Gemeinschaftsgrundschule Thune wurde als einzige im Kreis Paderborn ausgezeichnet. „Wir freuen uns sehr über diese große Wertschätzung", sagte Schulleiterin Claudia Oynhausen in einer ersten Reaktion. Die Jury ehrte die GGS Thune als gute und gesunde Schule, da sie sich durch den deutlichen Einbezug von musikalischen und bewegungsorientierten Elementen, Schulobst, Sportkooperationen und Gesundheitsprojekten um die Gesunderhaltung der Schüler, Lehrer und Eltern kümmert. Ein zweiter Punkt sei, dass die Schule die Partizipation und echte Beteiligung jedes Einzelnen sehr ernst nehme. „Jeder ist willkommen und wird in seiner Einzigartigkeit wertgeschätzt. Jeder einzelne kann und darf selbstwirksam mitgestalten. Diese Grundhaltung ist für jeden einzelnen dieser Schule selbstverständlich und hilft uns ein gesundes und freundliches Klima aufzubauen und zu erhalten, in dem jeder gut lernen und leben kann", erläutert Schulleiterin Claudia Oeynhausen. Kinder als Experten für Lebensraum Schule Kinder seien Experten für ihren Lebensraum Schule und es sei selbstverständlich, dass sie dann auch in angemessener Form für ihre Schule Verantwortung übernehmen. „Echte angemessene Beteiligungsformen wirken sich positiv auf das gesundheitsförderliche Erleben von Selbstwirksamkeit und die Entwicklung der Resilienz der Schülern aus", ist Oeynhausen überzeugt. Schülerrat, Klassenrat, Elternabende und -mitarbeit seien wesentliche Aspekte, die das Schulleben bereicherten. Gesundheit gehe weit über gesunde Ernährung, Sport und das Wegbleiben von Krankheit hinaus. „Insbesondere Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns, Selbstwirksamkeit und Wertschätzung in dem, was man tut, sind gerade für Lehrer grundlegend wichtig, um ihren Beruf lange mit Freude und Engagement ausleben zu können. Das ist uns an der GGS Thune besonders wichtig", sagt die Schulleiterin. Die GGS Thune mit ihren 260 Schülern und 22 Lehrerinnen verstehe sich als große Schulgemeinschaft. „Ich freue mich als Schulleiterin sehr, dass wir – jetzt auch durch die zweite Auszeichnung zum Schulentwicklungspreis – bestärkt darin werden, dass wir einen guten Weg des gemeinsamen Lebens und Lernens gehen", betont Claudia Oeynhausen. Sie sei der festen Überzeugung, dass man nur durch gute Vorbildfunktion sowie Vorleben von einem freundlichen und gegenseitig wertschätzenden Umgang die Kinder stärken und die Welt mitgestalten könne – „auf einem Weg zu mehr Freundlichkeit, Freundschaft und wirklicher Integration, die gerade im Moment mehr denn je wichtig ist". Für die nächste Vergabe des Schulentwicklungspreises können sich Schulen aus NRW sich vom 15. April bis zum 31. Mai 2019 bewerben.

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