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2019 soll es wieder einen verkaufsoffenen Libori-Sonntag geben. - © Marc Köppelmann
2019 soll es wieder einen verkaufsoffenen Libori-Sonntag geben. | © Marc Köppelmann

Paderborn Verkaufsoffene Sonntage 2019 nur in der Paderborner Innenstadt

Die Geschäfte sollen zum Frühlingsfest und zu Libori öffnen

Birger Berbüsse
01.09.2018 | Stand 31.08.2018, 18:56 Uhr

Paderborn. In diesem Jahr wird es in Paderborn keinen verkaufsoffenen Sonntag mehr geben. Dafür sind 2019 wieder zwei Sonntagsöffnungen geplant – allerdings nur in der Innenstadt. Das bestätigte Citymanager Uwe Seibel auf Nachfrage der Neuen Westfälischen. Als Ausgleich soll es dafür viermal im Jahr ein Late-Night-Shopping in der gesamten Stadt, also auch in der Peripherie, geben. In einer E-Mail an ihre Mitglieder hatte die Werbegemeinschaft am Freitagmorgen über diesen Kompromiss informiert. „Aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage müssen wir erstmal neue Wege gehen", schreiben Vorsitzende Anne Kersting und Geschäftsführer Seibel als Begründung. In der vergangenen Woche hätten dazu Vertreter der Stadt, der Interessengemeinschaft Westernstraße sowie der gesamten Peripherie zusammen gesessen. In „guten und konstruktiven Gesprächen" hätte es auf allen Seiten folgende Einsicht gegeben: „Die, die öffnen dürfen, sollten nicht daran gehindert werden." Peripherie wünscht offene Innenstadt-Geschäfte So heißt es auch im Schreiben der Wergebemeinschaft: „Die Peripherie wünscht, dass zum Frühlingsfest und zu Libori die Geschäfte in der Innenstadt öffnen." Bei diesen beiden Sonntagen sei man sicher, dass eine Ladenöffnung aufgrund der zu erwartenden Besucherzahlen „unstrittig" sei, so Seibel. In der Tat hatte das Verwaltungsgericht Minden Ende Juli erklärt, dass das Libori-Fest grundsätzlich geeignet sei, einen verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt zu rechtfertigen. Gekippt wurde der Tag aufgrund der Einbeziehung der Einkaufszentren an der Peripherie. Bei den früheren offenen Sonntagen im Advent, zu Herbstlibori und zum Frühlingserwachen ist die Werbegemeinschaft sich da offenbar nicht so sicher. Seibel hofft weiterhin auf ein „praktikables und umsetzbares" Gesetz zur Sonntagsöffnung. Die nun präsentierte Lösung darf durchaus als Einschnitt gewertet werden. Schließlich hatte die Werbegemeinschaft bis zum jüngsten Gerichtsurteil, das den offenen Libori-Sonntag kippte, stets die Einheit von Innenstadt und Peripherie beschworen. „Davon rücken wir auch nicht ab", betonte Seibel gegenüber der NW. Deshalb gebe es auch ein Alternativ-Angebot, solange die Peripherie sonntags nicht öffnen darf. Viermal im Jahr soll es ein Late-Night-Shopping für Gesamt-Paderborn geben. „Wohlwissend, dass das einen offenen Sonntag nicht ersetzt", so Seibel.Zusätzlich zum lange geplanten 3. Late-Night-Shopping mit der langen Nacht der Kirchen am 2. Oktober wird es dieses Jahr noch eins am 23. November unter dem Motto „Black Friday" sowie eins am 15. Dezember geben. Die genauen Daten für 2019 seien zwar noch in der „Feinplanung", werden sich laut Seibel aber an diesen Terminen orientieren. Martin Johannknecht von der Interessengemeinschaft Frankfurter Weg nannte den Kompromiss angesichts der Gesetzeslage derzeit „das Beste für Paderborn". Dem Late-Night-Shopping steht er allerdings noch skeptisch gegenüber. Das Südring-Center und der Dören-Park wollten sich nicht zu dem Thema äußern. Aus für den Langen Donnerstag Die neu eingeführten Late-Night-Shoppings bedeuten gleichzeitig das Aus für den erst im Dezember 2017 eingeführten Lange Donnerstag. „Aufgrund dieser neuen Konstellation wird der Lange Donnerstag nicht mehr aufrechterhalten", sagte Werbegemeinschafts-Geschäftsführer Uwe Seibel auf Nachfrage der Neuen Westfälischen. Das bezieht sich in erster Linie auf die Werbung für die Veranstaltungsreihe, den Geschäften bleibe es überlassen, donnerstags lange zu öffnen. Die im Sommer als Begleitung eingeführte „Naschzeile" auf dem Rathausplatz hingegen soll laut Seibel neu konzipiert werden und als „Einzel-Event" erhalten bleiben. Der somit letzte offizielle Lange Donnerstag findet am 6. September statt.

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