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Nun ist klar: Paderborn bekommt eine Hundewiese. - © Pixabay (Symbolbild)
Nun ist klar: Paderborn bekommt eine Hundewiese. | © Pixabay (Symbolbild)

Paderborn Tierisch: Hier entsteht Paderborns erste Hundewiese

Im Goldgrund können Hundehalter ihre Vierbeiner künftig laufen lassen

Holger Kosbab
26.07.2018 | Stand 26.07.2018, 13:50 Uhr

Paderborn. Schon in Kürze haben alle Paderborner Hundebesitzer einen Ort, an dem sie ihre vierbeinigen Haustiere ganz offiziell frei laufen lassen können. Im Goldgrund wird es die erste Hundewiese geben. Dies sagt Toni Wiethaup, stellvertretender Leiter des städtischen Amts für Umweltschutz und Grünflächen, auf NW-Anfrage. Zugleich stellt Wiethaup klar, dass es in der Paderborner Innenstadt keine Hundewiese geben wird, da man den Bereich einzäunen müsste. Als mögliche Fläche ausgeschieden ist auch der Tausendquellpark am Herbert-Schwiete-Ring. Die Stadt hat aber weitere Flächen im Blick – unter anderem in der Nähe des unteren Eingangsbereichs am Monte Scherbelino, sagt Wiethaup. Dieser Bereich werde benötigt, wenn eine geduldete, nicht ausgewiesene Hundewiese im Erweiterungsbereich der Atlas-Werke/Heidelberg Zement wegfalle, da der Grund mittelfristig abgebaut werden soll. Angestoßen wurde das Thema zum Jahresbeginn von der Paderbornerin Nadine Kollakowski. Sie wollte mit einer Online-Petition eine Hundewiese ins Leben rufen. "Wenn ich gut erzogen bin, dann darf ich hier frei laufen" Paderborns erste Hundewiese liegt zwischen dem Skatepark und der B64 im Südwesten des Goldgrunds. Derzeit ist sie ungemäht, drumherum verläuft ein Rundweg. „Da ist genügend Platz, um mit der Pilot-Hundewiese zu starten", sagt Wiethaup. Möglich sei die neue Nutzung als Hundewiese auch, da ein Sportparcours am südlichen Zipfel des Bereichs kaum genutzt werde. In Absprache mit dem Ordnungsamt würden die dort für öffentliche Flächen vorgeschriebenen Kontrollen eingestellt, sagt Wiethaup. Stattdessen habe nun das Grünflächenamt ein Auge auf das, was dort entsteht. Die künftige Hundewiese wird nicht eingezäunt, eingegrenzt wird sie lediglich durch Informationstafeln. Darauf stehen Regeln, die aus Sicht der Hunde formuliert sind. Wie: „Wenn ich gut erzogen bin, dann darf ich hier frei laufen." Diese Tafeln würden aktuell hergestellt und dann kurzfristig angehängt. Außerdem appelliere die Stadt an die Selbstkontrolle der Hundebesitzer, „dass die Fläche nicht verdreckt und zu einem Hundeklo verkommt", sagt Wiethaup. Deshalb würden Müllbeutelspender für Hundekot aufgestellt.

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