Das Thema Hundewiese wurde von der Paderbornerin Nadine Kollakowski angestoßen - sie startete Anfang des Jahres eine Petition. - © Pixabay (Symbolbild)
Das Thema Hundewiese wurde von der Paderbornerin Nadine Kollakowski angestoßen - sie startete Anfang des Jahres eine Petition. | © Pixabay (Symbolbild)

Paderborn Tausendquellpark wird nicht zur Hundewiese - die Suche geht weiter

Anderer Standort in Paderborn in Sicht: Mechthild Pleininger greift Bedenken des Arbeitskreises Innenstadt Ost auf

Holger Kosbab
25.07.2018 | Stand 25.07.2018, 14:35 Uhr

Paderborn. Im Bereich des Tausendquellparks wird es offenbar keine Hundewiese geben. Das teilt Mechthild Pleininger, Ratsmitglied der Paderborner CDU-Fraktion, in einer Presseinformation mit. „Ich bin froh, dass sich ein anderer Standort in unserer Stadt herauskristallisiert." Nach NW-Informationen könnte es sich um einen Bereich am nördlichen Rand des Monte Scherbelino handeln. Angestoßen wurde das Thema zum Jahresbeginn von der Paderbornerin Nadine Kollakowski. Sie wollte mit einer Online-Petition eine Hundewiese ins Leben rufen. Gesucht werde offenbar eine Fläche von rund 500 Quadratmetern, die es Hundehaltern ermöglichen soll, ihren Tieren den artgerechten Freilauf zu bieten, ohne dass sie dafür erst kilometerweit fahren müssen. Pleininger hatte Bedenken gegen die Nutzung des Bereiches am Tausendquell geäußert, nachdem sie vom „Arbeitskreis Innenstadt Ost" ausdrücklich gebeten worden sei, sich gegen die Hundewiese einzusetzen. Dabei solle es nicht um die bloße Verhinderung einer Hundewiese in dem Park am Herbert-Schwiete-Ring im Norden der Kernstadt gehen. „Vielmehr werden die tollen Flächen des Tausendquells von den umliegenden Schulen und Kindergärten zum Teil für Unterricht oder als Spielfläche genutzt", erklärte Pleininger. Die Nixdorf-Gesamtschule, die Grundschule Stephanus oder die Kita Fontane seien „häufige Gäste zur Umsetzung ihrer pädagogischen Ziele". Suche nach einer "Pilot-Hundewiese" Aufgrund Kollakowskis Anfrage sowie ihrer unterstützenden Petition hatte das Amt für Umweltschutz und Grünflächen eine geeignete Fläche für eine „Pilot-Hundewiese" gesucht. Als Fläche waren unter anderem der Tausendquellpark und ein Bereich am nördlichen Rand des Monte Scherbelino im Gespräch. Beide Flächen seien als grundsätzlich geeignet betrachtet worden. Zudem sei bekannt geworden, dass sich im Erweiterungsbereich der Atlas-Werke/Heidelberg Zement eine gern besuchte Hundewiese befinde, die zwar nicht als solche ausgewiesen sei, aber geduldet werde. Diese werde jedoch mittelfristig nicht mehr zur Verfügung stehen, da der Grund abgebaut werde, so Pleininger. Außerdem habe Pleininger bemängelt, dass der Tausendquellpark vermülle, weil die Kapazitäten der Mülleimer nicht ausreichten. In einer Rücksprache mit dem Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn sei ihr mitgeteilt worden, dass dort derzeit nach Lösungen gesucht werde, um sicherzustellen, dass trotz des erhöhten Abfallaufkommens im Sommer, die Besucher des Tausendquellparks zu jeder Zeit ein sauberes Umfeld vorfinden könnten. Der Reinigungsrhythmus in dem Bereich sei aufgrund des guten Wetters in den letzten Wochen bereits von einmal wöchentlich auf zweimal pro Woche erhöht worden. Zudem werde geprüft, am Tausendquell mehr oder größere Abfallbehälter aufzustellen und den Abfuhrrhythmus erneut auszuweiten.

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