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Nur noch 9,2 Prozent der Katholiken besuchen den Sonntagsgottesdienst. - © Birger Berbüsse
Nur noch 9,2 Prozent der Katholiken besuchen den Sonntagsgottesdienst. | © Birger Berbüsse

Kreis Paderborn Katholiken im Erzbistum Paderborn gehen immer seltener zur Kirche

Auch die Mitgliederzahlen sinken. Bei den Protestanten sieht es ähnlich aus

Birger Berbüsse
22.07.2018 | Stand 23.07.2018, 17:05 Uhr

Kreis Paderborn. Die katholische Kirche schrumpft weiter. Das geht aus den von der Deutschen Bischofskonferenz nun veröffentlichten Mitgliederzahlen für 2017 hervor. Betroffen von diesem anhaltenden Trend ist demnach auch das Erzbistum Paderborn. Die Zahl der Katholiken im Erzbistum sank im vergangenen Jahr von 1,538 auf 1,517 Millionen. Und das obwohl es einen geringfügigen Zuwachs bei den Eintritten und Wiederaufnahmen gab. 167 Menschen traten neu in die katholische Kirche ein (2016: 161), 354 kehrten wieder zurück (2016: 296). Gleichzeitig ging die Zahl der Austritte leicht von 7.408 auf 7.347 zurück. Noch 666 Pfarreien Beim Sakramentenempfang, einer der sichtbarsten Äußerungen kirchlichen Lebens, war allerdings überall ein Rückgang zu verzeichnen. Besonders bei den Firmungen gab es einen großen Fall von 11.082 auf 7.696 gab. Und auch die Gottesdienstteilnehmer werden weniger: Bei den Zählungen an zwei Sonntagen wurden 140.000 Besucher ermittelt, im Vorjahr waren es noch 149.000. Das sind nur noch 9,2 Prozent aller Katholiken im Erzbistum (2016: 9,7). Damit liegt das Erzbistum deutlich unter dem Schnitt von 9,8 Prozent. Aufgrund von Strukturveränderungen wurden die Pfarreien auf von 688 auf 666 reduziert. In der Evangelischen Kirche von Westfalen ging die Zahl der Gläubigen im gleichen Zeitraum um rund 39.000 (1,7 Prozent) auf 2,24 Millionen zurück.

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