Mit Dachterrasse: So wird das neue Büro-Gebäude mit der Hausnummer 18 und 1.500 Quadratmeter Glasflächen aussehen.
Mit Dachterrasse: So wird das neue Büro-Gebäude mit der Hausnummer 18 und 1.500 Quadratmeter Glasflächen aussehen.

Paderborn Millionen-Neubau im Paderborner Technologiepark

Spatenstich für Büro-Gebäude

Sabine Kauke

Paderborn. Im nördlichen Bereich des Technologieparks sollen auf einem etwa 11.000 Quadratmeter großen Gelände, das von einem privaten Eigentümer verkauft wird beziehungsweise teils schon verkauft worden ist, drei neue Bürogebäude und ein Studentenwohnheim entstehen. Den Anfang macht jetzt das Büro-Gebäude mit der Hausnummer 18, das bereits im nächsten Frühjahr bezugsbereit sein soll. Hauptmieter in diesem fünfgeschossigen, glasbetonten Gebäude mit 2.060 Quadratmetern Bürofläche wird der IT-Dienstleister W-AYS sein. Im Jahr 2012 als Start-Up mit einem 30-Quadratmeter-Büro im Technologiepark gegründet, platzt das expandierende Unternehmen inzwischen aus allen Nähten. "Wir arbeiten derzeit in zwei verschiedenen Gebäuden, das ist nur suboptimal", sagt Thomas Schatton, einer der drei Geschäftsführer. Ein Schwerpunkt des Unternehmensgeschäftes besteht in der Unterstützung von Automobilherstellern bei der Verarbeitung ihrer vertrieblichen Produktdaten mit IT-Dienstleistungen, zum Beispiel der Entwicklung von Fahrzeug-Konfiguratoren. 1.200 Arbeitsplätze im Technologiepark Inzwischen beschäftigt W-AYs 25 Mitarbeiter in Paderborn und 15 in Stuttgart, wobei die Zahl der Beschäftigten an beiden Standorten weiter wachsen soll, wie Thomas Schatton beim Spatenstich betonte. Bauherr des modernen Gebäudes samt Dachterrasse und Fitnessraum für Mitarbeiter ist die SSK Immobilienverwaltung, die rund 3,7 Millionen Euro in den Neubau investiert. Gesellschafterinnen sind die Ehefrauen der W-AYS-Geschäftsführer: Hanna Schatton, Britta-Julia Schöning und Ann-Marie Bennemann-Karama. Etwa 600 Quadratmeter will W-AYS nutzen, die übrigen Flächen werden vermietet. Um die Nachfrage müssen sich die Investoren keine Sorgen machen, denn das Interesse von Technologie-Unternehmen an Räumlichkeiten ist groß. "Der Technologiepark mit aktuell rund 1.200 Arbeitsplätzen ist bis auf den letzten Quadratmeter vermietet", erklärt Bürgermeister Michael Dreier, der das Bauvorhaben von SSK als "weitereren Leuchtturm" lobt. "Uns fehlt ein gesunder Leerstand von 10 Prozent", sagt Frank Wolters, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Doch es gibt keine Grundstücksreserven. Dass der Stadtrat vor diesem Hintergrund jetzt den Ankauf des 120.000 Quadratmeter großen Areals an der Riemekestraße 160 für die Entwicklung der Technologie-Sparte bis September auf Eis gelegt hat, bezeichnet Wolters als "bitter". Zumal es für das ehemalige Nixdorf-Computer-Gebäude außer der Stadt Paderborn noch einen anderen Interessenten gebe. Im Technologiepark soll der Baubeginn für das zweite Büro-Gebäude auf dem ehemals privaten Gelände laut Architekt Oliver König voraussichtlich noch 2018 sein, für das dritte Anfang 2019. Die Eröffnung des Studentenwohnheims ist für 2020 anvisiert.

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