Mittelalter und Moderne: (v.l.) Norbert Morkes, Manfred Parakenings, Bürgermeister Michael Dreier, Monika Parakenings, Sebastian Schnietz, Monsignore Joachim Göbel und Jens Reinhardt laden ein zu den ersten Paderborner Markttagen. - © Birger Berbüsse
Mittelalter und Moderne: (v.l.) Norbert Morkes, Manfred Parakenings, Bürgermeister Michael Dreier, Monika Parakenings, Sebastian Schnietz, Monsignore Joachim Göbel und Jens Reinhardt laden ein zu den ersten Paderborner Markttagen. | © Birger Berbüsse

Paderborn Stadt und Kirche feiern Paderborner Markttage

Anlässlich der Neugestaltung des Markt- und Domplatzes und des Domjubiläums haben sich Stadt und Kirche so einiges einfallen lassen

Birger Berbüsse

Paderborn. Zwei Anlässe, eine große Feier: Die Einweihung des neuen Markt- und Domplatzes sowie das 950-jährige Weihejubiläum des Imad-Doms nehmen Stadt und Kirche zum Anlass, um gemeinsam mit den Bürgern die ersten Paderborner Markttage zu feiern. Von Freitag, 20., bis Sonntag, 22. Juli, gibt es rund um den Dom ein vielfältiges Angebot mit einem Mittelaltermarkt, Streetfood-Angeboten, viel Musik und Gottesdiensten. „Ein wichtiges Projekt der Stadt ist vollendet", sagt Bürgermeister Michael Dreier mit Blick auf den neu gestalteten Dom- und Marktplatz, der an Attraktivität gewonnen habe. „Das wollen wir gebührend feiern", so Dreier bei der Programmvorstellung. Das Domjubiläum biete dazu genau die passende Gelegenheit, was Dompropst Monsignore Joachim Göbel hervorhebt: „Dass wir die Fertigstellung der Arbeiten mit dem Jubiläum verbinden können, ist ein ungeplantes aber glückliches Zusammentreffen." Die Markttage seien dementsprechend ein großes Gemeinschaftsprojekt, unterstreicht Stadtmarketing-Chef Jens Reinhardt. STADT Offiziell eingeweiht werden der neue Dom- und Marktplatz am Freitag, 20. Juli, um 13 Uhr. Daran schließt sich eine Talkrunde mit Fachexperten zur Neugestaltung der Plätze an. Es folgt der Fassbieranstich durch Bürgermeister und Dompropst. Am Samstag, 21. Juli, gibt es sogar eine Stunde lang von 15 bis 16 Uhr Freibier. „Das haben die Paderborner verdient", so Monsignore Göbel. Denn durch die Bauarbeiten hätten sie eine Menge Belästigungen ertragen müssen. KIRCHE Göbel verweist auch auf die besondere Idee von Bischof Imad. Dieser habe den Dom zur Stadt hin geöffnet. „Mit der neuen Freitreppe haben wird diese Idee nun vollendet." Die Kirche trägt dementsprechend viel zum dreitägigen Programm bei. Neben etlichen Gottesdiensten und Domführungen (auch auf Plattdeutsch) stehen dabei besonders die neuen Glocken im Mittelpunkt. Nach ihrem Intonisierung in dieser Woche werden sie am Samstag von 16 bis 17 Uhr erstmals erklingen, einzeln und gemeinsam. Dazu gibt es für die Zuhörer auch Erklärungen. Um 17 Uhr läuten dann alle Paderborner Glocken gemeinsam den Sonntag und damit das Weihefest ein. Dieses wird am 22. Juli um 10 Uhr mit einem großen Festgottesdienst begangen. MITTELALTERMARKT Das Mittelalter wieder aufleben lassen soll der Markt „Anno 1068". Er lädt rund um den Dom mit mehr als 35 Ständen zu „Speys und Trank" ein. Zur Unterhaltung tragen zwei Musikgruppen und die Gaukler „Pest und Kolera" bei. Mitglieder des Heerlager Elsen „Dominus Ilasan" werden in mittelalterlichen Gewändern unterwegs sein. STREETFOOD Trendiges Essen in historischer Umgebung bieten die zehn Trucks des Streetfoodmarkts vor der Gaukirche. Dort wird es unter anderem polnische, mexikanische und französische Spezialitäten geben. WOCHENMARKT Auf den normalen Wochenmarkt muss am Samstag nicht verzichtet werden. Er findet wie gewohnt von 7 bis 13.30 Uhr statt und wird sogar mit einigen besonderen Aktionen aufwarten. Der Streetfood-Markt baut seine Trucks erst im Anschluss auf. PICKNICK-WIESE UND BÜHNENPROGRAMM Der Marktplatz rund um den Neptunbrunnen wird an den Tagen zur Picknickwiese. Es wird Sitzmöglichkeiten, eine „echte" Wiese und eine Bühne geben. Auf der Bühne treten tagsüber Studenten, abends Bands und am Sonntag Akrobaten auf.

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