Hier ist erstmal Schluss: Der Edeka Windmann im Schulzenhof in Elsen ist seit ein paar Tagen Geschichte. Die Nachnutzung ist noch völlig offen. - © Andreas Götte
Hier ist erstmal Schluss: Der Edeka Windmann im Schulzenhof in Elsen ist seit ein paar Tagen Geschichte. Die Nachnutzung ist noch völlig offen. | © Andreas Götte

Paderborn Ehemals Edeka Windmann: Elsener Ladenlokal droht Dauerleerstand

Edeka Windmann am Schulzenhof ist Geschichte: Vermieter sucht vergeblich eine Nachfolgenutzung. Warum diese abwinken

Andreas Götte

Paderborn-Elsen. Der Edeka-Markt Windmann am Schulzenhof ist seit wenigen Tagen Geschichte. "Wir schließen aus betriebswirtschaftlichen Gründen", so Inhaber Karl-Josef Windmann am letzten Geschäftstag gegenüber der NW. In einem verteilten Flyer hat sich der 67-Jährige "bei den Kunden für die langjährige Treue bedankt". Die weiteren Standorte in Elsen, in Wewer und auch der dortige Getränkemarkt bleiben laut Windmann erhalten. Ob wieder ein von der Stadt Paderborn und vielen Elsenern gewünschter Lebensmittelmarkt am Schulzenhof einziehen wird, ist völlig offen. Denn laut Vermieter Mark Frodeno, Geschäftsführer der Frodeno GmbH & Co. KG, winken Interessenten aus dem Lebensmittelbereich bisher ab. "Wegen einer neuen Verordnung bestehen mittlerweile alle Supermärkte und Discounter auf einer Grundfläche von mehr als 4.000 Quadratmetern", sagt Frodeno. Im Schulzenhof gebe es zu wenig Verkaufsfläche und Parkplätze. Für Feinkostläden sei die Fläche zu groß Für kleinere Feinkostläden ist dagegen laut Frodeno die Fläche zu groß. Deshalb hätten bereits ein russischer und ein türkischer Feinkostladen und ein Biokostladen abgewunken. Für den 41-Jährigen aus Sennelager bleibt die Lage schwierig. Denn sollte keine Lebensmittelnachnutzung erfolgen, möchte die Stadt nach Angaben von Frodeno, dass er das Gebäude abreißen lässt, um neue Wohngebäude zu errichten. Doch das kann sich der Vermieter finanziell nicht leisten. Er verweist auf Baukosten von rund 2.000 Euro pro Quadratmeter. Der 41-jährige kann das Verhalten der Stadt nicht nachvollziehen. Nach seinen Angaben liegt der Standort in einem Mischgebiet und sei 100 bis 150 Meter von der Kernstadt entfernt. Aus seiner Sicht "macht die Stadt utopische Vorgaben". Laut Stadtsprecher Jens Reinhardt ist auf der vorhandenen Verkaufsfläche ein Anbieter mit einem klassischen Nahversorgerangebot als Nachfolger von Edeka-Windmann möglich. Eine aktuelle Anfrage in dieser Richtung liege in der Bauberatung des Stadtplanungsamtes bisher jedoch nicht vor, so der Sprecher.

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