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An der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule muss umgebaut werden. - © Pixabay (Symbolbild)
An der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule muss umgebaut werden. | © Pixabay (Symbolbild)

Paderborn Umbau der Nixdorf-Gesamtschule kostet 9 Millionen Euro

Modernisierung: Am Niesenteich steht der Schritt in die Oberstufe kurz bevor. Die Gebäude müssen den Bedürfnissen
der wachsenden Schule angepasst werden. Warum der Wunsch nach einer Aula nicht überall gut ankommt

Sabine Kauke
08.06.2018 | Stand 08.06.2018, 17:48 Uhr

Paderborn. An der jüngsten Paderborner Gesamtschule wird es im kommenden Schuljahr erstmals eine Oberstufe geben: Die ersten Schülerinnen und Schüler starten dann in der Jahrgangsstufe 11. Die Räumlichkeiten der 2012 gegründeten Heinz-Nixdorf-Gesamtschule am Niesenteich reichen nicht mehr, ein Umbau schlägt mit knapp 9 Millionen Euro zu Buche. Die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule, wo Ende August 112 neue Fünftklässler starten, ist in Gebäuden der früheren Haupt- und Realschule untergebracht. Aufgrund dieser Ex-Ausrichtung reichen die Gebäude für die pädagogischen Anforderungen einer Gesamtschule nicht aus. Jörg Münster vom städtischen Gebäudemanagement (GMP) stellte dem Schulausschuss jetzt das Konzept für eine „funktionelle und barrierefreie Modernisierung" vor. Demnach sollen im Erdgeschoss Räume für Naturwissenschaften entstehen. Die dort vorhandene Mensa verfüge über eine ausreichende Größe. Im Obergeschoss sind Klassenzimmer sowie Differenzierungsräume und eine zentrale Verwaltung geplant. „Eine komplette Barrierefreiheit wird durch Fahrstühle erreicht", erklärte Jörg Münster. Umzug für Sommer 2019 geplant Das benachbarte Gebäude der früheren Förderschule Meinwerk an den Lothewiesen soll für die Oberstufe hergerichtet werden. Die Volkshochschule, die dort Räumlichkeiten für Kurse genutzt hat, zieht noch diesen Sommer aus. Untergebracht bleibt dort aber zunächst die städtische Kindertagesstätte Fontane, für die gerade ein Neubau entsteht. Ein Umzug ist im Sommer 2019 geplant. „Die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule wünscht sich eine Aula", gab Ausschussmitglied Petra Tebbe (Grüne) zu bedenken. „Angesichts der ohnehin bereits hohen Kosten haben wir das zunächst hintangestellt", erklärte Schulverwaltungsamtsleiterin Christel Rhode und verwies auf eine vorhandene Bühnentechnik an der einstigen Förderschule und auf die Dreifachsporthalle. „Wir versuchen, das Beste ’rauszuholen. Aber es ist schwierig, aus drei Schulen eine zu machen", weiß auch Jörg Münster um die Bitte nach einer 300 Quadratmeter großen Aula. „Wir alle haben Wünsche", kommentierte Philipp Beil, Leiter der Realschule Schloß Neuhaus, und bat um „Gleichbehandlung".Der Ausschuss stimmte dem Konzept einhellig zu mit dem Zusatz, dass das GMP Mehrkosten für eine Aula ermittelt.

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