Osterfeuer müssen mindestens 14 Tage vorher angemeldet werden. - © Susanne Barth
Osterfeuer müssen mindestens 14 Tage vorher angemeldet werden. | © Susanne Barth

Paderborn Osterfeuer müssen rechtzeitig angemeldet werden

Keinen Müll verbrennen: Stadt kündigt verstärkte Kontrollen an. Aufgeschichtete Reisighaufen vor dem Anzünden nochmal umsetzen

Paderborn. Osterfeuer haben in vielen Regionen Tradition - so auch in Paderborn. In Einzelfällen kommt es hierbei immer wieder zu illegaler Müllverbrennung. Das zumindest zeigen die Erfahrungen des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn. Nicht selten werden Osterfeuer als Gelegenheit gesehen, das Verbot des Verbrennens von Pflanzenabfällen zu umgehen. Toni Wiethaup vom städtischen Amt für Umweltschutz und Grünflächen: "Vielfach wird ignoriert, dass Haus- und Sperrmüll in Reisighaufen nicht gelagert oder verbrannt werden dürfen." So weisen die städtischen Feuerwehren und das Amt für Umweltschutz und Grünflächen eindringlich darauf hin, dass weder brennbare Flüssigkeiten, kohlenstoffhaltige feste Brennstoffe wie Autoreifen, Teerpappe, Kunststoffe noch in irgendeiner Weise behandeltes Holz etwas im Osterfeuer zu suchen haben. Ein Mindestabstand von 50 Metern Grundsätzlich dürfen durch Osterfeuer weder die Nachbarschaft noch die Allgemeinheit in erheblichem Maße beeinträchtigt werden. Dazu gehört beispielsweise auch, dass zu Gebäuden und Verkehrsflächen ein Mindestabstand von 50 Metern einzuhalten ist. Es darf kein stärkerer Funkenflug entstehen und das Feuer muss ständig (bis zum Erlöschen der Glut) von zwei über 18 Jahre alten Personen beaufsichtigt werden. Wer das Osterfeuer zur offenen Müllverbrennung missbraucht, handelt ungesetzlich und letztlich unsozial, denn er nimmt bewusst in Kauf, dass andere Menschen durch die dabei entstehenden Schadstoffe in ihrer Gesundheit geschädigt werden. In den alljährlich in alter Tradition in Flammen aufgehenden riesigen Reisighaufen verbrennen zudem - je nach Lagerdauer des Brennmaterials - oft zahlreiche Kleintiere. Um das zu verhindern, sollte erst am Tag des Abrennens der Haufen aufgeschichtet, bereits länger liegende Haufen sollten umgesetzt werden. Der Einsatz von Brandbeschleunigern wie Benzin ist nicht nur wegen der Gefährlichkeit für alle Anwesenden verboten, er nimmt auch eventuell noch versteckten Tieren die notwendige Zeit zur Flucht. Verstärkte Kontrollen angekündigt Das Amt für Umweltschutz und Grünflächen erinnert daran, dass das Feuermachen in Schutzgebieten, insbesondere in Naturschutzgebieten, nicht erlaubt ist. Wer sich nicht sicher ist, ob das Abbrennen auf der vorgesehenen Fläche zulässig ist, sollte bei der Stadt oder beim Kreis Paderborn nachfragen. Das Ordnungsamt der Stadt Paderborn weist darauf hin, das Osterfeuer bis spätestens zwei Wochen vor Ostern unter Tel. (0 52 51) 880 anzumelden sind. Interessierte können ein Merkblatt mit wichtigen Informationen zum Abbrennen von Osterfeuern beim städtischen Ordnungsamt beziehen. Gleichzeitig kündigt das Amt aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre verstärkte Kontrollen an. Bei festgestellten Verstößen kann ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden oder sogar das Feuer untersagt werden. So wurde im vergangenen Jahr das Osterfeuer in Bad Lippspringe zusammengefahren: 

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