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Der Kauf einer Brille kann für Hartz IV-Empfänger zu einer finanziellen Herausforderung werden. - © picture alliance (Themenbild)
Der Kauf einer Brille kann für Hartz IV-Empfänger zu einer finanziellen Herausforderung werden. | © picture alliance (Themenbild)

Paderborn Petition: Krankenkassen sollen Brillen wieder bezahlen

22.000 Unterschriften werden dem Bundestag übergeben

18.02.2018 | Stand 18.02.2018, 16:41 Uhr

Paderborn. Die Finanzierung einer Brille wieder als Regelleistung in die gesetzliche Krankenversicherung aufzunehmen, fordern der Caritas-Fachverband der Vinzenz-Konferenzen und die Initiative youngcaritas im Erzbistum Paderborn. Für dieses Anliegen sammelten sie im Rahmen der Petition „Den Durchblick behalten" im vergangenen Jahr fast 22.000 Unterschriften, die am 19. März in Berlin an den Petitionsausschuss des Bundestages übergeben werden. „Dass hier Handlungsbedarf besteht, bestätigt auch die Nationale Armutskonferenz", erklärt Matthias Krieg, Geschäftsführer der Vinzenz-Konferenzen. Gesundheitsbudget sei viel zu gering Diese hatte anlässlich der Koalitionsverhandlungen in Berlin betont, dass die Einführung der paritätischen Finanzierung der Krankenkassen für sozial benachteiligte Menschen, die von Hartz IV ihre Existenz sichern müssen, keine ausreichende Lösung sei. Das Gesundheitsbudget im Regelsatz von 15,80 Euro pro Monat sei viel zu gering für Brille und Zahnersatz. Eine Meinung, die Vinzenz-Konferenzen und youngcaritas im Erzbistum Paderborn seit vielen Jahren energisch vertreten. „Wir fordern zumindest für einkommensschwache Personen, die Brillenfinanzierung sozialgesetzlich abzusichern", sagt Matthias Krieg. Bevor die Unterschriften in Berlin übergeben werden, wollen sich die Überbringer der Petition auf dem Weg nach Berlin an verschiedenen Orten im Erzbistum Paderborn, wo besonders viele Unterschriften für die Brillenpetition gesammelt wurden, verabschieden und weitere Rückendeckung für ihr Anliegen holen.

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