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Willkommene Flut: Per Bagger wurde am Montagnachmittag an der Paderhalle der provisorische Damm weggeräumt, der das Wasser noch zurückhielt. - © Hans-Hermann Igges
Willkommene Flut: Per Bagger wurde am Montagnachmittag an der Paderhalle der provisorische Damm weggeräumt, der das Wasser noch zurückhielt. | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Die Pader fließt in ihr neues Flussbett

Auch die seit Monaten gesperrte Fuß- und Radwegbrücke am Wall soll wieder frei gegeben werden

Hans-Hermann Igges
05.02.2018 | Stand 05.02.2018, 17:53 Uhr

Paderborn. Wasser marsch: Ab jetzt schlängelt sich die Maspernpader unterhalb der Paderhalle auf rund 200 Metern durch ein neues Bett. Wo vorher eine schmale Betonrinne war, bietet jetzt ein viel breiterer, gewundener Flusslauf Flora und Fauna Platz, sich im Stil einer Auenlandschaft wieder zu entfalten. Außerdem wurden die Stufen im Flussbett entfernt, so dass jetzt Wasserorganismen und Fische flussaufwärts wandern können. Sinnbildlich wurde ein Steintritt über den Wasserlauf in Form eines Bachneunauge gelegt. Auch der Fuß- und Radweg soll wieder frei sein Stefan Buschmeier vom städtischen Amt für Grünflächen und Umweltschutz: „Steinbildhauer Michael Diwo aus Paderborn wird den Kopf-Stein noch entsprechend bearbeiten, so dass man das Bachneunauge erkennen kann." Insgesamt 460.000 Euro – 80 Prozent davon zahlt das Land – kosteten die Tiefbauarbeiten, zu denen auch zwei kleine Brücken für Radfahrer und Fußgänger gehören. Diese sollen in Kürze gelegt werden. Auch die seit Monaten gesperrte Fuß- und Radwegbrücke am Wall soll ab nächster Woche wieder frei gegeben werden. Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt: „Ich habe den Eindruck, dass es schon jetzt gut ankommt, auf diese Weise ein Stück Natur wieder in die Stadt zu holen. Hier kann man sich schon mal vorstellen, wie sich auch der weitere Lauf der Pader verändern wird."

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