Haben sichtlich Spaß: (v. l.) Patrick Silaff, Thuy-Van Truong, Sebastian Kissel, Henning van Gessel, Philipp Bednarek, Lukas Bentfeld und Christiane Nowak freuen sich auf das Abschlussturnier zum Saisonende. - © Andreas Götte
Haben sichtlich Spaß: (v. l.) Patrick Silaff, Thuy-Van Truong, Sebastian Kissel, Henning van Gessel, Philipp Bednarek, Lukas Bentfeld und Christiane Nowak freuen sich auf das Abschlussturnier zum Saisonende. | © Andreas Götte

Paderborn Die Tischfußballszene hat sich in Paderborn etabliert

Christiane Nowack spielt in der Damen-Bundesliga, die Herren des TFC Paderborn in der zweiten Bundesliga

Paderborn. Sie ist jung, hübsch und in einer Männerdomäne äußerst erfolgreich. Christiane Nowack ist Tischfußballspielerin aus Leidenschaft. Das Mitglied des Paderborner Vereins Studylife hat unlängst im Damen-Doppel mit Thuy-Van Truong die Silbermedaille beim World-Series-Turnier auf dem Leonhart-Tisch gewonnen. Die Paderbornerinnen unterlagen im Finale zwei in der Weltrangliste ganz oben stehende Bulgarinnen. Vier Jahre hat Nowack mit ihrer Partnerin in der Damen-Bundesliga für Münster gespielt. Zur neuen Saison ab April wechselt sie nach Bonn. Denn Christiane Nowack hat ehrgeizige Ziele. "Ich möchte Deutsche Meisterin werden. Dann bin ich für die Weltmeisterschaft 2019 im spanischen Murcia qualifiziert", sagt die Studentin. Qualifizieren kann sich Nowack für die WM aber auch, wenn sie eines der großen Tischfußballturniere gewinnt. "Man muss die Kontrolle über die Bälle bekommen" Seit 2011 schlägt ihr Herz für den Tischfußball. Ihr Freund hatte sie damals auf Turnieren mitgenommen. Zusammen mit Thuy-Van Truong hatte Nowack dann schnell erste Turniere gespielt. "Es macht einfach viel Spaß und man lernt ständig viele neue Leute von jung bis alt kennen", sagt Nowack, die in Bielefeld Wirtschaftsrecht studiert. "Die Bälle sind sehr schnell, man muss die Kontrolle über sie bekommen und richtig treffen", sagt sie. Mit dem Fußball im Stadion sei das überhaupt nicht zu vergleichen, weil der Platz dort viel größer sei. "Ich bin kein richtiger Fußball-Fan, schaue mir mal Spiele bei einer WM oder EM an", sagt die Paderbornern, die mittlerweile zu den 50 besten Spielerinnen der Welt gehört. Mit einem schnellen Reaktionsvermögen, gepaart mit einer Strategie und Taktik, zwingt Christiane Nowak ihre Gegnerinnen in die Knie, am liebsten aus der Verteidigung. Die Lücke für den Ball zwischen den vielen Figuren zu finden und dann ins Tor zu treffen, macht ihr besonders viel Spaß. Das Durchdrehen der Figuren an den Stangen ist übrigens beim Turniersport verboten. Erlaubt ist nur eine Umdrehung der Spielfigur um 360 Grad. Paderborner Kickerliga In einem offenen Doppel gegen Männer anzutreten übt auf Christiane Nowack eine besondere Faszination aus. "Es ist schwer, da mitzuhalten, manchmal werden die Männer aber doch mal abgezogen", freut sich die Studentin. Aber auch die Paderborner Männer spielen einen erfolgreichen Ball. Der TFC Paderwahn ist in der Zweiten Herren-Bundesliga unterwegs und verfügt über viele weitere Teams. Seit über zehn Jahren macht zudem die Paderborner Kickerliga die heimische Kneipenszene unsicher. Zum Saisonende trafen sich jetzt 70 Teams im Grill-Café der Universität Paderborn zum 17. Paderborn Masters, an denen jeder teilnehmen konnte. Neben Spaß und Lockerheit ging es auch um Preise und Pokale. Wer beim Nordrhein-Westfälischen Tischfußballverband als Spieler gelistet ist, durfte Punkte für die NRW-Rangliste sammeln. Zum Turnier waren unter anderem auch Spielerinnen und Spieler aus Kassel, Bielefeld, Münster und Wuppertal angereist. Einer davon war Mirko Wilhelmi. "Der Wettkampfcharakter macht mir Spaß", sagt der 31-Jährige aus Volkmarsen. Die Kontrolle über den Ball zu bekommen und ihm die richtige Richtung zu geben, mache den Reiz aus. Natürlich mischte auch Christiane Nowack munter mit. Am Ende sprang ein zweiter Platz im offenen Doppel mit Lukas Bentfeld für die Paderbornerin heraus.

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