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Schusswechsel mit Randalierer am Abdinghof. - © Marc Köppelmann
Schusswechsel mit Randalierer am Abdinghof. | © Marc Köppelmann

Paderborn Staatsanwaltschaft wertet Polizeischüsse auf Randalierer als Notwehr

Die Kriminalpolizei 
hat eine Ermittlungskommission gebildet.

Holger Kosbab
27.11.2017 | Stand 28.11.2017, 12:56 Uhr

Paderborn. Mit einem Schuss ins Bein musste ein randalierender Mann von der Polizei am späten Sonntagnachmittag am Abdinghof in Paderborn gestoppt werden. Die Polizei wurde gegen 17.35 Uhr alarmiert. Die eingesetzten Beamten trafen vor Ort auf den 31-Jährigen. Nach erfolgloser Ansprache setzte die Polizei Pfefferspray ein. Nachdem der Mann weiterhin die Beamten mit der Eisenstange bedrohte, wurde der Gebrauch der Schusswaffe angedroht. Ein Angriff mit der Eisenstange konnte mit zwei Schüssen beendet werden. Ein Schuss traf den Mann in den Oberschenkel, danach konnte er überwältigt werden. In Notwehr habe der Polizeibeamte gehandelt, so Ralf Meyer von der Staatsanwaltschaft Paderborn auf NW-Nachfrage. Mit dem zweiten Schuss habe der Polizist den 31-jährigen Mann in den Oberschenkel getroffen und ihn dadurch gestoppt. Warum der 31-Jährige randaliert hat, ist weiterhin unklar. Meyer erläuterte, dass Notwehr dann bestehe, wenn das eigene Leben bedroht sei. Sei das Leben anderer in Gefahr und werde geschützt, sei dies Nothilfe. Bei dem Mann handelt es sich um einen 31-jährigen Pakistani. Dies teilten die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Bielefeld in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Nach erster ärztlicher Versorgung vor Ort wurde der Mann in ein Paderborner Krankenhaus eingeliefert. Es besteht keine Lebensgefahr. Die Ermittlungen werden von einer Kommission des Polizeipräsidiums Bielefeld geführt.

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