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Wird ausgezeichnet: Wilhelm Peters erhält den Kulturpreis der Stadt Paderborn. Auf diesem Foto steht er vor einer Reihe von Arbeiten aus seiner kreativen Anfangszeit. Rund 200 Mal hat er Raffaels „Dame mit dem Einhorn" unterschiedlich bearbeitet, unter anderem im Stil von Andy Warhol und impressionistisch. - © Holger Kosbab
Wird ausgezeichnet: Wilhelm Peters erhält den Kulturpreis der Stadt Paderborn. Auf diesem Foto steht er vor einer Reihe von Arbeiten aus seiner kreativen Anfangszeit. Rund 200 Mal hat er Raffaels „Dame mit dem Einhorn" unterschiedlich bearbeitet, unter anderem im Stil von Andy Warhol und impressionistisch. | © Holger Kosbab

Paderborn Kulturpreisträger und Glasmalereichef Wilhelm Peters im Interview

Wilhelm Peters (65) erhält an diesem Sonntag den Kulturpreis der Stadt Paderborn. Er spricht über die Arbeit als kreativer Dienstleister, besondere Aufträge und die Möglichkeiten der Digitalisierung

Holger Kosbab
12.11.2017 | Stand 10.11.2017, 17:11 Uhr

Herr Peters, was ist für Sie bedeutender: traditionell kirchliche oder moderne Glaskunst?
Wilhelm Peters: Das muss sich nicht widersprechen. Wir lieben und leben die Tradition, aber ich finde zwei Dinge spannend. Einerseits finde ich es ganz wichtig, dass in historische Gebäude etwas ganz Modernes kommt. Passend zur Reformation haben wir in der Marienkirche in Wittenberg eine Arbeit von Christine Triebsch eingeweiht, wodurch es einen Dialog gibt zwischen Alt und Neu. Dann sind da die Synergien, die aus dem Einen wie aus dem Anderen kommen und wie sich Alt und Neu befruchten: das ist sehr spannend. Das zeigt sich beispielsweise an der Wiesenkirche in Soest. Dort ist es ganz hervorragend gelungen, eine Verbindung zwischen alten und neuen Fenstern zu schaffen. Das ergibt ein Gesamtkunstwerk, einen gemeinsamen Lichtraum.

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