Erfolgreich: Greenpeace-Mitglied Beate Cassau (l.) freut sich, dass Merle Langeneckhardt aus Paderborn fündig geworden ist. - © Andreas Götte
Erfolgreich: Greenpeace-Mitglied Beate Cassau (l.) freut sich, dass Merle Langeneckhardt aus Paderborn fündig geworden ist. | © Andreas Götte

Paderborn Erste Greenpeace-Kleiderbörse ein Erfolg

Ressourcen schonen: Neuauflage wahrscheinlich

Paderborn. Ein bisschen ging es am Sonntagnachmittag bei der Premiere der Greenpeace-Kleidertauschbörse in der Kulturwerkstatt zu wie bei einer Schnäppchenjagd. Denn gerade zu Beginn war der Ansturm größer als von den Organisatoren erwartet. Bis zu fünf einwandfreie Oberbekleidungsstücke für Frauen, Männer und Kinder durften Interessierte mitbringen. Diese wurde von acht Helferinnen und Helfern der Paderborner Greenpeace-Gruppe nach Größe und Geschlecht sortiert, dann wurde eifrig getauscht. So eifrig, dass bereits nach eineinhalb Stunden viele Kleiderständer und Tische einen übersichtlichen Eindruck machten. „Wir haben uns das vorher in Bielefeld angeschaut, in Paderborn sind heute doppelt so viele Leute. Ich bin ganz begeistert von der Resonanz", sagt Greenpeace-Aktivistin Beate Cassau. In mancher Kleidung steckte sogar noch das Preisschild Noch nicht einmal nach der Hälfte der Öffnungszeit waren über 120 Personen in die Kulturwerkstatt gekommen, um auf Entdeckungsreise zu gehen und ganz in Ruhe in einer Umkleidekabine das neue Kleidungsstück anzuprobieren. „Bis auf eine Ausnahme mussten wir keine Ware aussortieren", so Cassau. In manchen Sachen war sogar noch das Preisetikett drin", sagt sie und spricht in diesem Zusammenhang von „Schrankhütern". Schrott sei nicht dabei gewesen. Vor allem Jacken und Mäntel für alle Altersgruppen seien der Renner gewesen. Von dem neuen Angebot in Paderborn machte auch Merle Langeneckhardt regen Gebrauch. Sechs Teile hatte die Lehramtsstudentin mitgebracht. „Es sind zum Teil geschenkte Sachen, deren Farbe mir nicht gefällt oder die nicht passen", sagt Langeneckhardt. Fünf Teile hatte sie bereits für sich entdeckt. „Ich gehe sonst gerne auf Trödelmärkte, aber das hier finde ich total cool, so die 21-Jährige, die bei einer Neuauflage wieder dabei wäre. Fortsetzung nicht ausgeschlossen Wegen der sehr guten Resonanz denkt die Paderborner Greenpeace-Gruppe laut Beate Cassau bereits an eine Fortsetzung. Die Gruppe besteht zurzeit aus 15 Mitgliedern. Mit der Aktion möchte Greenpeace Verbrauchern die Gelegenheit geben, sich ein neues Outfit zuzulegen, ohne dass dafür natürliche Ressourcen verbraucht werden müssen. Laut Greenpeace landen in Deutschland jedes Jahr 1,5 Milliarden Kleidungsstücke im Müll. In der Kulturwerkstatt war das am Sonntag nicht der Fall. Kleidungsstücke, die keinen neuen Besitzer gefunden hatten, wurden wieder mit nach Hause genommen oder werden an einen guten Zweck weitergegeben.

realisiert durch evolver group