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Packten mit an: Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner (l.) und Andreas Neuwöhner, wissenschaftlicher Mitarbeiter der städtischen Museen, präsentieren die Kunstinstallation „Die Glocke". - © Stadt Paderborn/ Katharina Multhaupt
Packten mit an: Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner (l.) und Andreas Neuwöhner, wissenschaftlicher Mitarbeiter der städtischen Museen, präsentieren die Kunstinstallation „Die Glocke". | © Stadt Paderborn/ Katharina Multhaupt

Paderborn Klärendes Gespräch über die umstrittene Paderborner Glocke

Kunstwerk soll als Dokument der Stadtgeschichte interpretiert werden

25.07.2017 | Stand 25.07.2017, 12:37 Uhr

Paderborn. Auf Einladung der Stadt hat vor Libori ein Gespräch zur Aufstellung des Kunstwerks "Die Glocke" von Henrik Plenge Jakobsen im ehemaligen Klostergarten am Abdinghof stattgefunden. Daran nahmen der Pfarrer der evangelischen Abdinghofgemeinde, Eckhard Düker, sowie Dechant Benedikt Fischer und Dompropst Monsignore Joachim Göbel als Vertreter der katholischen Kirche sowie Bürgermeister Michael Dreier und Kulturdezernent Carsten Venherm teil. Anlass des Gesprächs war der gemeinsame Brief, mit dem sich die Gesprächspartner der Kirche an die Stadt gewandt haben (wir berichteten). Im Rahmen des Gesprächs trugen die Vertreter der Kirchen Bedenken und Hinweise zur geplanten Installation des Kunstwerks "Die Glocke" vor, berichtet jetzt das Stadtpresseamt. Die Vertreter der Stadt hätten ihrerseits ihre Sichtweise verdeutlicht und insbesondere darauf verwiesen, dass das Kunstwerk des dänischen Künstlers Henrik Plenge Jakobsen im Klostergarten nicht als Aussage der Stadt, sondern als Dokument der Stadtgeschichte präsentiert werde. Die Glocke sei in ein Museums- und Ausstellungskonzept eingebunden, das Themen der Stadtgeschichte aufgreife und zur Diskussion stelle. Alle Gesprächsteilnehmer hätten Verständnis für die jeweiligen Sichtweisen geäußert und seien übereingekommen, "dass das persönliche Gespräch zielführend gewesen sei, um die jeweiligen Sichtweisen bei der zukünftigen Präsentation und Vermittlung des Aufstellungsobjekts berücksichtigen zu können". Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Aufstellung der Glocke im ehemaligen Klostergarten und die Neugestaltung des Stadtmuseums. Die Glocke wurde mit einem Autokran in den ehemaligen Klostergarten gehievt. Das neue Stadtmuseum wird Anfang Oktober eröffnet.

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