Aus der Vogelperspektive: Für die Dempsey-Kaserne in Schloß Neuhaus rollt das gleiche Verfahren an wie bei der Alanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße in Paderborn. Beide Gelände sind heute Thema in der Steuerungsgruppe Konversion. - © Stadt Paderborn
Aus der Vogelperspektive: Für die Dempsey-Kaserne in Schloß Neuhaus rollt das gleiche Verfahren an wie bei der Alanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße in Paderborn. Beide Gelände sind heute Thema in der Steuerungsgruppe Konversion. | © Stadt Paderborn

Paderborn Auch die Paderborner Dempsey-Kaserne wird 2019/2020 frei

Konversion: Demnächst sollen ein Strukturkonzept, eine Machbarkeitsstudie für die Nachnutzungen, und 
eine Marktanalyse erarbeitet werden. Die Öffentlichkeit wird mehrfach beteiligt

Paderborn-Schloß Neuhaus. Kaufen oder nicht kaufen? Um diese Frage geht es für die Stadt Paderborn schon bald im Hinblick auf das Gelände der Alanbrooke-Kaserne. Durch den Abzug der britischen Armee werden in den kommenden Jahren in Paderborn jedoch noch weitere Kasernen frei. So soll nach heutiger Planung die Dempsey-Kaserne in Schloß Neuhaus 2019/20 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zurück gegeben werden. Die Stadt schlägt in einer Vorlage für die nächste Sitzung der Steuerungsgruppe Konversion am Dienstag, 4. Juli, um 17 Uhr im Rathaus dabei das gleiche Verfahren vor wie bei der Alanbrooke-Kaserne. In der zweiten Hälfte dieses Jahres soll zunächst ein Strukturkonzept entwickelt werden, das wesentliche planerische Vorgaben und städtischen Bedarfe umfasst, schreibt Paderborns Technische Beigeordnete Claudia Warnecke. Dabei seien unterschiedliche Nutzungen möglich. Schwerpunktmäßig erwartbar sei aufgrund der Lage innerhalb eines Siedlungsgefüges ein breites Spektrum an Wohnungsangeboten vom Einfamilienhaus über selbst genutzte Eigentumswohnungen bis hin zum Mietwohnungsbau. Hinzu kommen sollen Flächen für Kleingewerbe, die sich an die gewerblich genutzten Bereiche an der Dubelohstraße anschließen. Zeitgleich soll in einer Machbarkeitsstudie die möglich „Nachnutzbarkeit" der Kasernengebäude aus den 1930er Jahren untersucht werden. Hierdurch will die Stadt Paderborn frühzeitig konkrete Anhaltspunkte zur weiteren Verwendung der Gebäude an der Husarenstraße für eine Wohn- oder Gewerbenutzung. Anhand eines Baublocks sollen exemplarisch für die übrigen Gebäude architektonische Umnutzungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Erforderlich ist dafür eine zu erstellende Marktanalyse für Wohnen und Gewerbe in Schloß Neuhaus. Ziel ist es, das Strukturkonzept Anfang 2018 abzuschließen. Dieses Konzept soll Grundlage für die folgende Beteiligung der Öffentlichkeit sein – „mit der Kombination von Vor-Ort- und Online-Dialogformaten", wie Warnecke in der Sitzungsvorlage schreibt. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 soll sich ein offener städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb anschließen, wie es ihn auch bei der Alanbrooke-Kaserne gab. Auf Basis der Juryentscheidung soll dann ein prämiertes Büro seinen Wettbewerbsbeitrag zu einem Rahmenplankonzept weiterentwickeln. Mit rund 20 Hektar ist die Dempsey-Kaserne in Schloß Neuhaus zwei Hektar größer als die Alanbrooke-Kaserne in der Paderborner Kernstadt. Die Kaserne ist von mehreren Nutzungen umgeben: Westlich liegt ein Gewerbegebiet, im Osten, Süden und Nordwesten gibt es Wohngebiete und im Nordosten grenzt das Areal an ein Waldstück.

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