Symbolbild. - © Schultheiß
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Paderborn Entscheidung über Ankauf der Alanbrooke-Kaserne fällt Donnerstag im Rat

Die Frist dafür endet am 30. Juni. Die Grundlage für eine etwaige Kaufentscheidung wird dann ein Wertgutachten über das 18 Hektar große Areal ermitteln

Paderborn. Länger kann der Stadtrat damit nicht warten: In wenigen Tagen, am 30. Juni, endet die Frist, bis zu der man sich gegenüber der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erklärt haben muss, ob die Kommune von ihrem Recht auf den Erstzugriff für den Bereich der Alanbrooke-Kaserne in der westlichen Kernstadt Gebrauch machen will. Egal, ob die Stadt sich später mit der BImA handelseinig wird. Lässt die Stadt Paderborn diesen Termin verstreichen, kann die BImA auch mit Dritten verhandeln. Was zu einem Bieterverfahren führen und vermutlich die Preise auch für alle späteren Planungen nach oben treiben würde. Doch diese Gelegenheit wird sich die Stadt Paderborn nicht entgehen lassen: Bürgermeister Michael Dreier schlägt dem Stadtrat für seine nächste Sitzung am Donnerstag jedenfalls eine entsprechende schriftliche Zweckerklärung gegenüber der BImA vor. Schließlich hat die Stadtverwaltung ihre Hausaufgaben erledigt, um den formalen Anforderungen der BImA für die Erteilung des Erstzugriffs zu genügen. Dazu gehörte vor allem der städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerb, der vor fast einem Jahr bereits ausgelobt wurde, und der in Zusammenarbeit mit den Siegerbüros ARQ Architekten Ritz und Quack (Berlin) und Schoppe und Partner Freiraumplanung (Hamburg) zwischenzeitlich zu einem sogar überarbeiteten Rahmenplan für das 18 Hektar große Areal geführt hat. Der nächste Schritt wäre dann eine Wertermittlung durch einen gemeinsam mit der BImA bestellten Gutachter. Diese würde im Oktober beginnen; mit der Fertigstellung des Gutachtens würde nach Angaben des Bürgermeisters Anfang 2018 gerechnet. In die Wertermittlung würden auch spätere Kosten der Entwicklung des Areals sowie städtebauliche Folgekosten wertmindernd mit einfließen, heißt es in der Beschlussvorlage für den Stadtrat. Der Konversion der Alanbrooke-Kaserne mit ihren elf denkmalwerten Gebäuden wird eine Vorbildfunktion auch für andere Konversionsprojekte zugeschrieben. Aus dem innenstadtnahen Areal soll ein neues, lebendiges, urbanes Wohngebiet mit einer Mischung aus Wohnen und Dienstleistung sowie Grünflächen werden.

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