Im Einsatz: Die Münchener Flughafenfeuerwehr untersucht den Lufthansa-Regionaljet, weil ein Triebwerk raucht. - © Hans Neumann
Im Einsatz: Die Münchener Flughafenfeuerwehr untersucht den Lufthansa-Regionaljet, weil ein Triebwerk raucht. | © Hans Neumann

Paderborn/München Flug nach Paderborn in München gestoppt

Auf dem Rollfeld des Flughafens München raucht das linke Triebwerk einer Passagiermaschine / Pilot bricht Start ab

Paderborn/München. Schreckmoment auf dem Lufthansaflug von München nach Paderborn: Weil Rauch aus dem linken Triebwerk aufsteigt, stoppt der Pilot den Regionaljet. Die 49 Passagiere und die Crew verlassen das Flugzeug auf dem Rollfeld. Der Bielefelder Unternehmer Hans Neumann sitzt Samstag um 11.30 Uhr mit 48 weiteren Passagieren in der zweistrahligen Passagiermaschine vom Typ CRJ 900. „Kurz, nachdem der Pilot die Maschine gestoppt hat, haben wir schon Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr auf dem Rollfeld gesehen", berichtet Neumann. „Der Pilot hat dann über Lautsprecher durchgesagt, dass wir den Anweisungen der Crew folgen und das Flugzeug schnell mit unserem Handgepäck verlassen sollen." Neumann beschreibt die Evakuierung als kontrolliert und ruhig. „Auf dem Rollfeld wurden wir von Notärzten angesprochen, doch es hat niemand Hilfe benötigt", erklärt Neumann. Panik sei nicht aufgekommen. „Ich bin Vielflieger, weil ich in China arbeite, aber Zwischenfälle dieser Art gehören natürlich trotzdem nicht zu meinem Alltag", sagt Neumann. „Ich bin froh, dass die Crew der Lufthansa-Maschine das kaputte Triebwerk noch am Boden bemerkt und rechtzeitig reagiert hat." Ursache der Rauchentwicklung noch unklar Ein Unternehmenssprecher bestätigt auf Anfrage den Zwischenfall am Flughafen München. „Aufgrund einer Rauchentwicklung an einem der Triebwerke hat der Pilot das Flugzeug gestoppt", erklärt ein Unternehmenssprecher. Zu keiner Zeit habe es eine Gefahr für die 49 Passagiere und Besatzungsmitglieder gegeben. „In Begleitung der Flughafenfeuerwehr konnten alle Passagiere und Crewmitglieder eigenständig und kontrolliert die Maschine über die flugzeugeigene Treppe auf das Rollfeld verlassen und wurden mit Bussen zum Terminal gebracht." Die Ursache der Rauchentwicklung sei noch unklar. „Das Flugzeug vom Typ CRJ 900 wird derzeit von Technikern eingehend untersucht", sagte der Unternehmenssprecher. Nach der Evakuierung wurden die Passagiere auf einen Flug nach Hannover umgebucht. „Die Kommunikation lief nicht einwandfrei, aber die Rückreise wurde schnell organisiert", sagt Neumann, der am Samstag schon einen langen Weg hinter sich hatte. „Ich bin von Teheran nach München geflogen und wollte dann weiter nach Paderborn."

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