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Vor dem Premiereflug: (v. l.) Roland Hüser (Flughafen PAD), Copilotin Anja Baumann, Garcia Ibanez (Crew) Landrat Manfred Müller, Ibrahim Hannina (Crew), Claire Lindner (Pilotin) und Flughafenchef Marc Cezanne. Dahinter ist Fluggi, das Maskottchen des Flughafens Frankfurt. - © Marc Köppelmann
Vor dem Premiereflug: (v. l.) Roland Hüser (Flughafen PAD), Copilotin Anja Baumann, Garcia Ibanez (Crew) Landrat Manfred Müller, Ibrahim Hannina (Crew), Claire Lindner (Pilotin) und Flughafenchef Marc Cezanne. Dahinter ist Fluggi, das Maskottchen des Flughafens Frankfurt. | © Marc Köppelmann

Paderborn/Büren Start der Flugverbindung von Paderborn nach Frankfurt

Frankurt-Flüge neu gestartet: Der Airport Paderborn/Lippstadt und die Lufthansa haben vor allem Urlauber im Visier, die zu Zielen in aller Welt umsteigen

Karl Finke
27.03.2017 | Stand 27.03.2017, 12:59 Uhr |

Paderborn/Büren. Der Spaßvogel "Fluggi" vom Frankfurter Flughafen ist schon da. Das Maskottchen und zwei junge Männer sind mit dem Auto gekommen. So können sie auf dem Vorfeld von Paderborn/Lippstadt posieren, als am gestrigen Sonntag nach acht Jahren wieder eine reguläre Lufthansa-Linienmaschine über die Landebahn rollt. "Eine Ergänzung zu München" nennt Florian Gränzdörffer (Düsseldorf), Leiter der Lufthansa-Kommunikation NRW, den Neustart am heimischen Airport. Die Wirtschaft in der Region habe die Frankfurt-Verbindung immer wieder gefordert. "Um die Auswahl zu haben", fügt der Sprecher des deutschen Kranichs an. Mit der Abflug-Zeit 11.45 Uhr zielt die Fluggesellschaft allerdings zunächst auf Urlauber, die über Frankfurt weiterfliegen wollen. Der Düsenjet Typ Bombardier CRJ900 verfügt über 90 Plätze. Er kommt morgens aus Frankfurt und bringt bei dieser Premiere etwa 30 Passagiere nach Paderborn. Dazu zählen Josef Lieneke und Kirsten Geschke aus Scharmede. "Unser Sohn arbeitet als Flugbegleiter bei der Lufthansa und fliegt gerade von Kopenhagen in die Gegenrichtung", sagt der frühere Leiter der Volkshochschule in Salzkotten. Die beiden haben für ihren Heimflug das neue Lufthansa-Angebot beim Schopf gegriffen. In der Premieren-Maschine Richtung Fraport sind etwa die Hälfte der Plätze belegt. Manfred Strüßmann und Karin Rosenthal aus Lage haben eine komplette Urlaubsreise mit der Lufthansa auf die Insel Malta gebucht. Der frühere Paderborner Galerist aus der Marienstraße 18 ist auch schon von den Flughäfen Düsseldorf oder Hannover gestartet - in frühen Morgenstunden. "Wir ziehen Paderborn vor", sagt er und begrüßt dabei ausdrücklich die angenehme Abflugzeit. In Frankfurt haben die Urlauber nur einen kurzen Aufenthalt bis zum Weiterflug. Wer in Frankfurt landet, muss je nach Ziel mit Wartezeiten zwischen einer und drei Stunden rechnen, so Lufthansa-Sprecher Gränzdörffer zu den Umsteige-Verbindungen. Neben den Abflugzeiten hält er die Preisgestaltungen via Frankfurt für ein weiteres Plus zu Gunsten der Passagiere. Am Flughafen Fraport setzt die Lufthansa mit dem Airbus 380 ihr größtes Fluggerät ein und kann damit durchaus anders kalkulieren. "Die Wiederaufnahme der Frankfurt-Verbindung war eines unserer wichtigsten politischen Ziele", sagt Landrat Manfred Müller als Aufsichtsratvorsitzender des Paderborner Flughafens. Wenn auch die Zielrichtung zunächst den Urlaubsreisenden gehört, sei Frankfurt doch auch eine Forderung der heimischen Wirtschaft. Durch die Globalisierung seien heute nicht nur die großen Unternehmen auf Flugverbindungen in die ganze Welt angewiesen. "Das geht runter bis zum Handwerk", ist Müller überzeugt. Jetzt sei die gesamte Region allerdings gefordert: "Das Angebot muss auch angenommen werden - es muss sich wirtschaftlich tragen." "Für den ersten Tag ist die gebuchte Hälfte der Plätze ordentlich", sagt Gränzdörffer für die Lufthansa. Die nächsten Wochen werden mit darüber entscheiden wie es weitergeht.

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